Beaujolais
WILLKOMMEN IM TÂCHOLAIS!
Eine Reise in noch unbekannte Dimensionen eines verwunschenen Weinuniversums!
Und eine zärtliche Liebeserklärung an eine märchenhafte Region!
Staunend schwiegen wir uns an. Trauten irgendwie unseren Sinnen nicht. Standen da rum im kleinen, engen Weinkeller. An einem Probiertisch inmitten von Holzfudern und gebrauchten Barriques. Ich persönlich hatte den Tag innerlich fast schon „abgehakt” und wartete insgeheim auf ein leckeres Abendessen. Und eine gute Flasche Wein. Klaus-Peter, der Keller aus Rheinhessen, auch. Der begleitet mich fast immer auf meinen Burgundreisen. Als „Berater”, Freund und weil er auch mal gute Weine trinken will ;-) . Wir waren morgens zusammen auf der Domaine Romanée-Conti gewesen und hatten noch den Geschmack des La Tâche auf der Zunge. Ja, den La Tâche. Der hatte uns beiden noch mehr imponiert als der Romanée.

Sanft gewellte Hügel bestimmen das Landschaftsbild im verwunschenen „Tâcholais”
Und jetzt hatten wir einen Termin im Beaujolais, provoziert von der These, es gäbe mittlerweile nicht nur trinkbare (Oh Gott, alle meine Jugend- und Studentensünden fielen mir ein mit den unsäglichen Primeurs-Trinkgelagen), sondern absolute Spitzenweine im Beaujolais. Und so waren wir in einer verträumten, liebreizenden Region gelandet. Hatten die Pfade verlassen, denen wir sonst zu folgen pflegten. Und da standen wir jetzt zwischen Holzfässern rum. Sprachlos. Bei einem, zugegebenermaßen, äußerst sympathischen Winzer. Jean-Marc Burgaud. Ein Bilderbuch-Gallier. Still. Bescheiden. Unaufgeregt. Irgendwie total nett. Mit Charisma.
Und wie toll schmeckte das alles in den Gläsern vor mir! Ich war, ich muss es gestehen, wie vom Blitz getroffen. Aber das war alles so unwirklich. Wollte noch nicht rein in meinen Schädel. Und dann sagte Klaus-Peter einen Satz. Einen! Der ließ meine Ohren klingeln und heiß anlaufen. Weil ich es zwar auch angedacht, aber noch nicht gewagt hatte auszusprechen: „Das schmeckt ja fast wie heute morgen der La Tâche; ja, sind wir denn heute im Tâcholais”? Und das klang von Klaus-Peter wie eine zärtliche Liebeserklärung!

Beaujolais: eine verträumte Region begeistert mit kulinarischen
Delikatessen. Da gibt es ja tatsächlich noch (oder endlich wieder)
verführerische Rotweine mit etwa 12% Vol.
© LOOK-foto
Und dieser Satz, liebe Kunden, war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Zwischen mir und den Weinen des Tâcholais, in die ich seither eingetaucht bin. In eine kleine Zauberwelt mit richtig grandiosen Qualitäten auf burgundischem Niveau zu den dramatisch günstigen Preisen des Languedoc! Wahrlich ein kleines Stück Paradies. Unberührte Erde. Ein Stück vom Himmel. Magische Weine, wie von Feen erzaubert. Großes, emotionales Kino! Interessiert? Dann kommen Sie doch bitte mit. Ich führe Sie gerne! Und dann können auch Sie eintauchen in eine andere Welt, lassen sich fallen und ganz sanft treiben in ein unbekanntes Land. In mein Kleinod. Mein Tâcholais!
Denn Beaujolais heute ist unter Insidern DER Geheimtipp Europas: „In Bestform bildet der bereits jung zu genießende Beaujolais (aus einer einzigen Rebsorte, dem Gamay hergestellt) das große Vorbild für alle Bemühungen in der ganzen Welt, rote Erfrischung in Flaschen zu füllen. Der Wein ist außerordentlich charmant und zugänglich, hat ein saftiges Aroma, das in Verbindung mit der Aussicht auf feine Säure den Appetit schon anregt, ehe noch der erste Schluck auf die Zunge gekommen ist. Damit präsentiert sich ein Beaujolais als das krasse Gegenteil der intensiven, fassgereiften Roten, die derzeit in Mode sind. Und ein seriöser alter Beaujolais Cru schmeckt sehr ähnlich wie ein roter Burgunder”, jedoch zu einem Bruchteil des Preises seiner nördlichen Prestige-Nachbarn, schwärmt völlig zu recht Jancis Robinson, eine der weltweit renommiertesten Weinexpertinnen.
Und für Parker degustiert David Schildknecht die Beaujolais-Weine, wie auch die Deutschlands, Österreichs, des Elsass und des Languedoc-Roussillion. Schildknecht ist ein weltweit höchst geschätzter Journalist und für Kenner der Szene geradezu die Inkarnation von Seriosität. Seine sensible Zunge schätzt Finesse und Eleganz wesentlich höher als marmeladige Opulenz. Er ist für mich schlicht einer der besten Verkoster der Welt. Punktum. Und Schildknecht hat wie Jancis Robinson mein Paradies auch schon aufgesucht. Im wine advocate 190 demonstriert Schildknecht die Ausnahmestellungen unserer beiden Spitzenwinzer aus dem Beaujolais, die wir neu ins Programm aufgenommen haben, von Burgaud, den wir heute vorstellen, und von Desjourney, dessen neuen Jahrgang wir bald präsentieren werden: Sage und schreibe 8 der best bewerteten 15 (in Worten: acht von fünfzehn!) Weine der Jahrgänge 2008 und 2009 stammen von unseren beiden Spitzenwinzern, die zudem die Plätze 1, 2, 3 und 4 belegen. Und ein ähnliches Ergebnis haben wir im grandiosen 2010er Jahrgang mit wiederum den Plätzen eins und zwei. Herzlichen Glückwunsch an die ebenso rührigen wie sympathischen Eigentümer unserer beiden Kleinode aus Frankreichs Edelschmiede Tâcholais!
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