Weingut Dirk Würtz - Gau-Odernheim

Unser sympathischer Revoluzzer und Qualitätsfanatiker aus Rheinhessen vinifiziert mit dem legendären ‚Potate’ unseren meist verkauften Basisriesling aller Zeiten – Dieser fabelhafte Alltagswein aus biologischem Anbau fasziniert in 2006 mit einem rassigen, traumhaft feinwürzigen Stil!

 

 

Weingut Dirk Würtz
Blick auf Dirks „Königsmühle” aus luftiger Höhe.

 

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Erfrischend unangepasst formuliert Dirk Würtz, dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Der studierte Betriebswirt, Politologe und Philologe, ein klassischer Quereinsteiger also, wollte eigentlich schon sein ganzes Leben lang nichts andere als „Bauer” werden und geht nach seiner Jungfernstation als Kellermeister bei Weil unbeirrbar seinen eigenen Weg. Er eckt an dabei: Mit dezidierten Urteilen zu (Fehl-) Entwicklungen im deutschen Weinbau schafft sich Dirk wahrlich nicht nur Freunde. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge eben, voller Charakter und Authentizität.
Seine Weinberge liegen im Hinterland von Nierstein, fernab des Rheins. Hier bietet das wellige Hügelland ein ganz anderes landschaftliches Bild: die vorherrschenden Böden, insbesondere Löss, Lehm und Mergel, oft mit Kalkstein unterlegt, können in sehr nassen Jahren zwar einen Nachteil bedeuten, stecken auf der anderen Seite jedoch die oftmals vorherrschende Trockenheit problemloser weg. Kein Wunder also, dass in diesem ländlich-abgeschiedenen Herrgottswinkel unser sympathischer ‚Revoluzzer’ Dirk in Gau-Odernheim mit Weinen aufhorchen lässt, die – mittlerweile weit über Insiderkreise hinaus – wegen ihres sensationellen Preis-Genuss-Verhältnisses für erhebliches Aufsehen sorgen und die mitverantwortlich sind, dass Rheinhessen weltweit als Synonym für (trockene) Weltklasserieslinge deutscher Provenienz gefeiert wird. So stuft beispielsweise Marcus Hofschuster, renommierter Degustator des Internetweinführers Deutschland auf www.wein-plus.de, das Weingut Würtz mit 4 von 5 möglichen Sternen unmittelbar hinter Keller und Wittmann bereits als Nummer 3 der Region ein – welch ein Katapultstart in die erste Liga! Dirks Weinberge, überwiegend gelegen in den exzellenten, aber jahrzehntelang fast vergessenen Uelversheimer Lagen, werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, Hubertus Weinmann, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel. So intensiv im Weinberg gearbeitet wird, so wenig wird im Gegensatz dazu im Keller in die Entwicklung der Weine eingegriffen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”.

 

 

Weingut Dirk Würtz
Dirk Würtz und sein Partner Hubertus Weinmann beim entspannten Picknick

 

Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, zumeist spontane Vergärung bei ca. 20 Grad, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration. Das Ergebnis derartig behutsamen Schaffens sind ungeheuer ausdrucksstarke Weine mit tief gestaffelter Struktur und intensiver Mineralität. Erst wenn die Weine im Fass fertig sind, entscheidet Dirk, ausschließlich aufgrund sensorischer Proben, welcher Riesling unter welchem Namen vermarktet wird, Mostgewicht und andere Parameter interessieren ihn dabei überhaupt nicht. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement. „Wer Würtz kennt, dem wird schnell klar, dass hier ein Besessener am Werk ist, der nicht aufgeben wird, bis er das Potenzial seiner Weinberge tatsächlich ausgereizt hat. Da er sich da selbst noch auf einem langen Weg sieht, dürfen wir uns gerade in Anbetracht seiner bisherigen Leistungen noch auf einiges gefasst machen”, so das dezidierte Urteil von Marcus Hofschuster in seinem Internetweinführer www.wein-plus.de .
Und „Alles über Wein” feierte das ‚enfant terrible’ der deutschen Weinszene als Entdeckung des Jahrgangs in Rheinhessen, eine hoch verdiente und längst überfällige Ehrung.

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