Aus der Region Nahe:
Helmut Dönnhoff: Intellektueller Feingeist von der Nahe vinifiziert traumhaft balancierte und finessenreiche Rieslinge mit weltweitem Kultstatus.
Gault Millau 2008: „Dönnhoffs Hermannshöhle bester trockener Riesling des Jahres in Deutschland”
Parker vergibt in allen degustierten Jahrgängen Traumnoten bis mehrfach hin zur Idealbewertung von 100 Punkten!

Helmut Dönnhoff
Das kleine, verträumte und ungemein faszinierende Weinanbaugebiet der Nahe verwöhnt den Genießer mit trockenen und fruchtsüßen Weltklasserieslingen, die zur absoluten Spitze innerhalb Deutschlands und damit der ganzen Welt gehören. Die phantastischen Weine des Doyens der dortigen Winzerszene, Helmut Dönnhoff, genießen bereits seit Jahrzehnten einen herausragenden Ruf, sind weltweit begehrt und dementsprechend rar. Kein Wunder bei diesen fabelhaften Qualitäten, dass nicht nur die nationalen Weinführer Gault Millau („Winzer des Jahres”, Bewertung als einer von acht deutschen Winzern mit 5 Trauben, der „Höchstnote für die weltbesten Weinerzeuger”) und Gerhard Eichelmann Dönnhoffs Weine enthusiastisch feiern, auch die Bewertungen durch Parker (viele Rieslinge erhalten Aufsehen erregende 94 bis 100 Punkte) wie durch den „wine spectator” und Jancis Robinson sind ebenso spektakulär wie gerechtfertigt. In England und in den USA erlangten seine Weine schon lange absoluten Kultstatus, werden gesucht wie wenige andere und mit Phantasiepreisen, weit über dem in Deutschland verlangten Kurs, bezahlt – wenn man sie denn überhaupt erhält. Dort wird Dönnhoff – zu Recht – der gleiche Ruhm zuteil, wie sonst nur den größten Winzern aus dem Burgund mit ihren wesentlich teureren Prestigeweinen! Sollten Sie, liebe Kunden, sich bisher noch nicht mit den Weinen dieses ebenso kleinen wie feinen Anbaugebietes der Nahe beschäftigt haben, dann lege ich Ihnen die grandiosen Weine von Helmut Dönnhoff ans Herz, spektakulär schöne, doch im internationalen Maßstab gesehen geradezu verrückt preis werte Rieslinge, die zum Liebsten gehören, was ich in meinem persönlichen Weinkeller zu finden vermag.
Wer Helmut Dönnhoff persönlich kennt, weiß, dass er nicht nur ungemein sympathisch ist, er ist auch ein brillanter Charakterkopf, der stets unbeirrt seinen ureigenen Weg geht, den er aber auch jedes Jahr aufs Neue erst wieder suchen muss: Denn die spezifischen klimatischen Bedingungen des Jahrgangs, die dadurch bedingten unterschiedlichen Anforderungen der Reben im Weinberg hinsichtlich ihrer Pflege und der schonende, völlig unmanipulierte Ausbau in seinen Holz- und Edelstahlfässern im Keller stellen Dönnhoff immer wieder vor neue Herausforderungen. „Herausragende Weine entstehen ausschließlich im Weinberg, je weniger Aufwand ich im Keller – hier zählen vor allem absolute Sauberkeit, das Verstehen der Anforderungen eines jeden neuen Jahrgangs, auch intuitive Bauchentscheidungen! – betreiben muss, je größer der Wein. Man denke nur an die genialen Weine aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, die ohne Inoxbehälter und moderne Technik bereitet wurden. Wir müssen heute nur das gleiche machen wie unsere Großväter.” Und in Fahrt gekommen erläutert Helmut weiter in seiner begeisternden, engagierten Art: „Der Winzer muss der Natur ihren Lauf lassen. Natürlich gibt es auch die Gestaltungskraft und den Willen des Winzers, aber wenn die Vergärung nun mal anders läuft als gewollt, muss ich mich gedanklich umstellen. Das fällt manchmal schwer. Wie oft habe ich schon in meinem Keller gestanden, mit dem Fuß gegen das Fass getreten und geschimpft, weil der Most sich anders entwickelte, als ich es mir in den Kopf gesetzt hatte. Doch die Natur hat es bisweilen anders beschlossen und sie ist es, die für die innere Balance und Harmonie in einem großen Wein sorgt. Ihr muss ich zuhören und ihren Willen akzeptieren! Denn die Harmonie ist das innerste Bestreben der Natur, eine Entwicklung, die der Mensch nicht stören sollte, um die Brillanz eines Weines zu erhalten. Also muss der Winzer sich letztendlich unterordnen!”

Blick über das romantische Nahetal bei Oberhausen
Diese ehrliche Liebe zum Rebensaft ist der Schlüssel, um Helmuts flüssige Kunstwerke zu verstehen. Doch Helmut Dönnhoff ist nicht nur intellektueller Vordenker, er ist auch ein ausgesprochener Genießer: „Ein Wein, der mir gefällt, löst stets ein tief empfundenes emotionales Jubilieren aus und er erzählt mir die Geschichte der Landschaft, in der er gewachsen ist und von deren einzigartiger Kultur”. Diesen Bezug zur Heimat (in der modernen Weinsprache würde man eher vom Terroir sprechen, einem leider nur allzu oft für ‚unwürdige’ Weine missbrauchten Begriff) so unverfälscht wie nur irgend möglich in die Flasche zu transmittieren, darin sieht Helmut die große Kunst eines handwerklich arbeitenden Winzers. Die aus jeder einzelnen Lage geborene jeweils einzigartige Charakteristik unterscheidet die großen Naturweine mit ihrer unverwechselbaren Seele von technisch gemachten Industrieweinen und gibt ihnen eine ganz andere Wertigkeit, ähnlich einem großen Gemälde oder einem genialen Musikstück. „Großen Wein muss man verstehen lernen wie klassische Musik, geniale Architektur und moderne Malerei. Dafür braucht man Zeit und Muße und eine innere Offenheit. Ein großer Wein kostet auch Geld, wie alle wertvollen kulturellen Leistungen, die eigentlich in ihrer Wertigkeit unbezahlbar sind. Und Essen und Trinken sind ein besonderer kultureller Schatz. Daher ist es kein Frevel, wenn Genießer Geld für diese Dinge auszugeben bereit sind. Natürlich muss man das abgrenzen von Snobismus und Protzerei von Leuten, die nichts vom Produkt verstehen”. Trotz dieses Bewusstseins der Wertigkeit seiner Produkte und trotz Parkers Punktesegen hat Helmut Dönnhoff die Preise seiner Weine seit Jahren weitestgehend stabil gehalten, eine fast altruistisch anmutende, beispielhafte Einstellung. Daher sind die großartigen Gewächse eines der größten Winzer der Welt, gesehen im internationalen Kontext, noch immer gnadenlos unterbezahlt und daher für Sie, liebe Kunden, man muss es so deutlich sagen, zu absoluten Schnäppchenpreisen zu erwerben.
Was mir an Helmut Dönnhoff so imponiert: Er spricht stets erfrischenden Klartext. Und genau so sind seine Weine. Klarheit und Frische, Reintönigkeit, Finesse und Filigranität (zuweilen bis auf des Messers Schneide) zählen auch bei seinen Weinen stets mehr als Konzentration, Opulenz und Fülle. Bei aller Akzeptanz anderer Weinstile ist die Tendenz zu ausschließlich spontan vergorenen, sehr kräftigen, cremigen Rieslingen Helmuts Welt mit Sicherheit nicht. („Die Frage, ob natürliche Hefen, ja oder nein, wird viel zu sehr ideologisiert. Man unterstellt Hefen dabei einen viel zu großen Einfluss. Die unterschiedlichen Hefen ergeben nicht völlig unterschiedliche Weine, entscheidend ist die lange Vegetationsperiode der Reben auf ihrem spezifischen Terroir, die Qualität der Trauben und die Dauer der Gärung. Hefen sind nur Mittel zum Zweck. Es ist immer der Wein, der entscheidet, was er braucht!”) Seine ungemein trinkanimierenden Rieslinge erinnern mich vielmehr an die sprudelnde Quellenklarheit eines jungen, tänzelnden Baches im frischen Frühling. Dies scheint ein wesentlicher Grund zu sein, dass (ungeachtet des Weltklasseformats aller Dönnhoffschen Weine) ich innerlich immer zu fühlen glaube, dass Deutschlands Winzerikone, so oft er auch glaubhaft zu begründen vermag, er ziehe („wie ein Vater, der seine Kinder gleich gern hat”) keinen seiner Weine einem anderen vor, eine heimliche Vorliebe hat: Sie gilt neben seinen großen trockenen Rieslingen den fruchtsüßen Spätlesen, seit jeher dem Inbegriff deutscher Winzerkunst, die stets die ungeschminkte Geschichte des Jahrgangs und der Lage zu erzählen vermag sowie der Menschen, die an ihrem Werden mitwirkten: Pretiosen, die in eine magische Welt zu entführen vermögen!

Doch woher kommt diese ungeheure Vielfalt an Lagen und unterschiedlichen Prädikaten in Helmuts Weinen? Lassen wir den Grandseigneur und Sympathieträger des deutschen Weins wieder selbst erzählen: „Deutsche Rieslingwinzer denken – anders als viele ausländische Kollegen – in der Originalität des Fasses, das immer nur EINEN Teil einer großen Lage, wie beispielsweise der ‚Hermannshöhle’ oder der ‚Brücke’, ausdrückt. Überliefertes Wissen unserer Vorfahren zeigt uns nämlich die großen Unterschiede, die es auch innerhalb einer einzigen Lage gibt. Diese gilt es, ähnlich den Gegebenheiten im Burgund, herauszuarbeiten und durch die bewusste Auswahl der Fässer in unterschiedliche Weine (trocken oder in allen Prädikatsstufen der frucht- und edelsüßen Rieslinge) einfließen zu lassen. Allein schon der Begriff des Verschnitts (mehrerer Lagen) klingt für mich persönlich negativ. Natürlich muss der Bordelaiser Winzer anders denken als ich, denn seine Welt sind die Cuvées unterschiedlicher Reben aus einer relativ großen Anbaufläche. Doch unsere Lagen sind durch die extrem heterogenen Bodenzusammensetzungen so unterschiedlich, dass es ein Frevel wäre, diese glockenklaren Typizitäten nicht auch in unterschiedlichen Weinen zum Klingen zu bringen. Denn jede Lage riecht anders, so wie großflächig auch jede Landschaft anders duftet. Manche riecht nach Frühling, eine andere nach Sommer. In Südfrankreich habe ich einen ganz anderen Geruch als in Deutschland. Wie herrlich duften dort beispielsweise Pinien. Und wie anders duftet es in unseren Breiten nach einem Regenschauer im Sommer, der die staubige Luft verscheucht. All diese Düfte sammeln sich in der Traubenhaut und später findest Du sie in einem großen Wein. Das ist Terroir, das ist Heimat! Und meine Aufgabe als Winzer ist es herauszufinden, welcher Weintypus zu welcher Lage passt. Welche Talente hat sie? Diese muss ich herausarbeiten. Und das braucht Überlieferung und eigene Erfahrung. Ein Gesicht eines Menschen hat Narben, wenn er gelebt hat. Diese spiegeln seine Erfahrungen. Um große Weine mit Seele zu machen, braucht es Narben und Erfahrung”!

Blick auf die bizarre Felsenlandschaft des Dellchens
Diesem vehementen Plädoyer einer großen Winzerpersönlichkeit ist meinerseits kaum etwas hinzuzufügen. Nur die Anmerkung, dass ich mich ungemein freue, dass renommierte, kompetente Weinjournalisten wie John Gilman, Jancis Robinson, David Schildknecht (der für Parker die Bewertungen der deutschen Weine vornimmt – seither werden dank Schildknechts Kompetenz in aller Welt die Benotungen des wine advocate auch für Deutschland ernst genommen!), die großen Spät- und Auslesen Dönnhoffs ebenso wie seine Großen Gewächse zur kleinen Elite der absoluten Weltklasseweine zählen und sie daher auch unabhängig von den andersartigen, da wesentlich opulenteren und nur in homöopathischen Dosen hergestellten Beeren- und Trockenbeerenauslesen auch mit den höchsten Punktzahlen bewerten. Deutschlands trockene Rieslinge, Spät- und Auslesen haben es längst verdient! Auch und gerade in einem in der absoluten Spitze traum haften Jahrgang wie 2008 (wegen der phänomenal langen Vegetationsperiode und den Aromen spendenden kühlen Oktober- und Novembernächten in einer der spätesten Lesen aller Zeiten!), der Helmuts Vorlieben wie Präzision, Reintönigkeit und Frische in seinen Weinen unmittelbar widerspiegelt. Es sind „optimistische, fröhliche, rassige Weine, die im trockenen Bereich an die legendären 2004er erinnern in ihrer Mineralität, Brillanz und feinen Säurestruktur (ein Jahrgang, in dem Helmuts Pretiosen mit bis zu 100 Parkerpunkten bewertet worden sind, aber, werte Kunden, die 2008er sind von noch edlerer und noblerer Textur! T.S.), im frucht- und edelsüßen Segment Assoziationen erwecken an die fabelhaften 98er und an die ob ihrer Qualität unvergesslich in Herz und Hirn eingebrannten 75er”, wie Helmut voller Begeisterung zu erzählen weiß!

Das romantische Lustschloss der Puricellis inmitten seiner Spitzenlage
Schlossböckelheimer Felsenberg wurde von Riesling-Magier liebevoll restauriert
Am Schluss meiner Ausführungen eine ganz persönliche Bemerkung zu Helmut Dönnhoff: Meine Verkostungen des neuen Jahrgangs dauern bisweilen bis nach Mitternacht und wir trinken stets geniale Rieslinge, die schlicht Gänsehaut erzeugen. Doch genau so beeindruckend sind die Erzählungen von Helmut Dönnhoff, der über einen ungemein reichhaltigen Lebensschatz an Winzererfahrungen verfügt und der mit seinen dezidierten Ausführungen jeden interessierten Zuhörer unentrinnbar in seinen Bann zu ziehen vermag. Ich habe in all den Jahren meiner Tätigkeit als Weinhändler das Privileg gehabt, manche große Winzerpersönlichkeit kennen zu lernen. Doch es gab und gibt nur ganz wenige Winzer auf der Welt, die mit einer derart liebevollen Begeisterung für den Wein beseelt sind wie Helmut Dönnhoff. Er gehört zu den charismatischen Menschen, denen man stundenlang bei ihren leidenschaftlichen Erzählungen zuhören kann. Nichts ist gekünstelt, alles ist echt. Helmut Dönnhoff ist eine der ganz großen, authentischen Winzerpersönlichkeiten der Welt. Jede Reise zu ihm ist ein unvergessliches Erlebnis, denn „Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe. Es ist ein weiter Weg bis zu dieser Position und Helmut Dönnhoff ist ihn arbeitsam und bescheiden gegangen, wie es seine Art ist. Der Grandseigneur des Naheweins ist ein Traditionalist und als solcher ein wahrer Experte im Ausbau des Rieslings im klassischen Eichenholzfass”, urteilt der Gault Millau. Für mich persönlich hat der Magier Helmut Dönnhoff im Jahre 2008 wiederum eine Kollektion vinifiziert, die so phantastisch gut ist, dass Sie sich, liebe Kunden, diese einzigartigen Rieslinge mit ihrem feinen mineralischen Duft und ihrem komplexen Aromenreichtum auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. Die weltweite Verehrung für Helmut Dönnhoff unter allen Liebhabern leiser, zärtlicher, finessenreicher Rieslinge führt natürlich nach einer immensen Nachfrage: Viele dieser Weine werden daher wie stets sehr schnell ausverkauft sein!
