Fattoria Le Fonti – Poggibonsi

Traditionelle Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladene Supertuscans aus internationalen Modesorten!

Seit meiner Jugend gehören die großen Weine der zauberhaften Toskana, jener mythischen Kulturlandschaft mit den magischen Anziehungspunkten Florenz, Siena und Montalcino, malerisch zwischen dem Apennin und dem Tyrrhenischen Meer gelegen, zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen: Herzblutweine. Doch leider stimmt in dieser traumhaft schönen Landschaft, wie in anderen renommierten Prestigeregionen, die Relation zwischen Preis und gebotener Qualität häufig überhaupt nicht mehr und viel zu oft werden mit hohem kellertechnischem Aufwand „fette” Marmeladenweine aus internationalen Rebsorten produziert – Rubens trifft Schwarzenegger! Viele Liebhaber haben einfach keine Lust mehr, diese barriquegeschwängerten Monstertropfen zu trinken, die vor schierer Kraft kaum laufen, geschweige denn grazil im Glase stehen können! Und so hatten auch wir uns in den letzten Jahren schweren Herzens von der Toskana ein Stückchen innerlich verabschiedet, sind aber doch immer wieder vor Ort zurück gekehrt, haben degustiert, diskutiert und uns vermeintliche Geheimtipps angeschaut, die sich dann jedoch eher als standardisierte Karikaturen großer, originärer Sangiovese-Weine entpuppten, oder preislich so abgehoben waren, dass sie, wie ihre unerreichten Vorbilder, in trinkferne Sphären abgedriftet sind. Wir probierten uns durch Myriaden von Flaschen – um die wenigen Glücksfälle von Wein aufzuspüren, die aller Mühen wert sind.

 

 

Fattoria Le Fonti
Majestätisch trohnt die Fattoria Le Fonti über den Hügeln des Chianti-Gebietes

 

Im Herzen des Chianti hat sich mittlerweile über mehrere Jahrgänge hinweg mit großartiger Konstanz die Fattoria Le Fonti unter der Ägide der ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Imberti-Geschwister zur absoluten Gebiets-Spitze der Toskana aufgeschwungen: In ihrem traumhaft schönen Mikrokosmos in der toskanischen Hügellandschaft, in die sich vor über 50 Jahren bereits ihr Vater Vito Arturo so unsterblich verliebte, dass er das landwirtschaftliche Anwesen, 300 m über dem Meeresspiegel gelegen, umgehend erwarb, vinifizieren Franca, Ferdinando und Giovanni vinologische Pracht- und Prunkstücke, originäre Sangiovese-Delikatessen, die so elegant-klassisch und gleichzeitig verführerisch-süß über die Zunge gehen, dass sie Kennern wegen ihres so schmeichelnden und verschwenderisch großzügigen „gôut de terroir” wie die Inkarnation nobler Pomerolweine aus der Toskana scheinen.

Denn diese großartigen Weine sind würzig, extraktsüß, von kraftvoller Fruchtigkeit, zugleich aber auch fest und mineralisch im Aroma. Sie begeistern nicht nur durch ihre herrlich reintönige Frucht, sie besitzen auch eine faszinierend weiche, samtige Textur, schönen Schmelz, feine Röstaromen und eine differenzierte Struktur. Welch samtene Power! Aber sie kommen nicht vom rechten Ufer der Gironde, sondern aus einer wunderschönen italienischen Landschaft mit den malerischen Zypressen als grünen Insignien, wo sanfte Hügel und weite Olivenbaumhaine die teils uralten, terrassierten Weinberge flankieren, wo manche berühmten Südhänge ‚conca d’oro’, also ‚Goldgrube’, heißen und wo die geniale autochthone Kultursorte Sangiovese nicht zuletzt wegen der heftigen nächtlichen Abkühlungen (optimal für Frische und Finesse) unter den Händen begnadeter Winzermagier ihre höchsten Triumphe feiert und sich zu absolutem Spitzeniveau aufschwingt. Und dies dank eines ganzheitlichen Ansatzes, der – wie bei der fulminanten Renaissance des deutschen Rieslings – eine höchst gelungene, in der Toskana aber noch immer sehr rare Vermählung zwischen aufgeklärter Tradition und Moderne darstellt

 

 

Fattoria Le Fonti
Tief im kühlen Erdreich reifen die Rotweine in kleinen Barriquefässern
wie auch in großen Holzfudern in aller Ruhe vor sich hin.

 

Die Imberti-Geschwister wissen, dass es nur zwei Faktoren für wahre, originäre Qualität gibt: eine exzellente Traubengüte im dicht bestockten Weinberg und respektvoller und extrem schonender Umgang mit dem, was die Natur geliefert hat, im Keller. Kellertechnische Kunstgriffe, wie in weiten Teilen der Neuen Welt und zunehmend leider auch in Europa üblich, scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser. Und so haben sie vor allem in die Rekultivierung alter Weinberge und die Anpflanzung neuer Areale mit hochwertigen Sangiovese-Klonen beträchtlich investiert. Das Resultat solch liebevoller Arbeit im Detail sind geschliffene Sangiovese-Delikatessen – völlig frei von modischen überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Statt süßlicher Suppe dominiert hier eine kräftige, herrlich ausbalancierte, geschmeidige Struktur mit einem wunderbaren Gleichgewicht aus Frische, reintöniger, saftiger Frucht und cremigen Tanninen: Diese urigen, authentischen Chianti gehen unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft, sie rufen in mir Erinnerungen wach an laue Sommerabende unter toskanischem Himmel und das unbeschreiblich schöne fahle Licht in der Abenddämmerung, sie haben eine wunderbare Farbe, sie sind dicht und außerordentlich vielschichtig im faszinierenden Duft. Gänsehautatmosphäre!

P.S. Langsam nimmt auch die aufgeklärte Weinwelt jenseits des Gambero Rosso von diesem toskanischen Kleinod Notiz. Obwohl noch weitgehend unbekannt, hat sich dieses Gut aus dem Stand in die toskanische Spitze hineingearbeitet. Stephen Tanzer bewertet alle Weine der Fattoria Le Fonti zwischen 90-94 Punkten, auch in ALLES ÜBER WEIN landeten die Weine ganz vorne. In ihrem Buch „Toskana – Die 100 besten Weingüter” loben Gerhard Eichelmann und Steffen Maus ‚Le Fonti’ ebenfalls in höchsten Tönen: „Wie bei den beiden Chianti Classico überzeugt die faszinierend reintönige Frucht des Vito Arturo: Sangiovese pur!” Und selbst Robert Parker outet sich mittlerweile als großer Fan dieser Weine (für mich durchaus überraschend angesichts ihrer eher kühlen Stilistik) und urteilt begeistert: „Eines der best gehüteten Geheimnisse des Chianti Classico, die Fattoria ‚Le Fonti’ (nicht zu verwechseln mit Le Fonti in Panzano) liegt unterhalb von Monsanto. Die Weine sind konstant exzellent seit 1995, Chianti Riserva und Vito Arturo aus dem Jahrgang 2000 sind die beiden besten im Chianti Classico produzierten Sangiovese, lediglich rivalisiert von Riecine.” Trotz dieses überraschenden frühen Lobs wissen Kenner, dass infolge nochmaliger Qualitätssteigerungen ‚Le Fonti’ nie besser war als in den traumhaft gelungenen Jahrgängen 2003/4: Das ist Sangiovese pur voller Ausdruck und Charakter, herrlich kraftvoll, elegant, geschliffen und fruchtbetont, Aber ohne jegliche Konfitüre-Aromen, brandige Noten oder Oxydationszeichen! Die Inkarnation der neuen Chianti-Klassik: Toskanische Weine aus dem Bilderbuch, denen man nicht durch Zugabe internationaler Rebsorten ihre Seele geraubt hat und die in ihrer Balanciertheit und inneren Harmonie, ihrer Echtheit und Ursprünglichkeit das Epos ihrer großartigen Landschaft zu erzählen vermögen!

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