Franco M. Martinetti - Piemont

Seit jeher gehören die großen Weine aus der beeindruckenden Landschaft des Piemont mit ihrer, ich erwähne es gerne immer wieder, herben Schönheit – der zweiten italienischen Renommier-Region neben der Toskana – zu meinen besonderen Favoriten, nur ist es hier ähnlich wie im Bordelais nicht gerade einfach, erstklassige Qualitäten zu wirklich akzeptablen Preisen zu finden. Zu unserer großen Freude können wir Ihnen einen Spitzenwinzer präsentieren, den man in Deutschland aufgrund seiner geringen Produktion noch recht wenig kennt, der jedoch unserem Anforderungsprofil exakt entspricht, bietet er doch hervorragende Qualitäten zu für piemontesische Verhältnisse unglaublich angenehmen Preisen, und das, obwohl seine Weine seit Jahren reihum vom Gambero Rosso jeweils mit zwei oder drei Gläsern ausgezeichnet werden.

Franco Martinetti, der „Gentleman der piemontesischen Weinkultur” (Gambero Rosso), dieser so sympathische Genussmensch, widmete sich nach seinem Ingenieurstudium ganz seiner großen Leidenschaft, der Feinschmeckerei. Er bereiste Italien und Frankreich, genoss die Gaumenfreuden in all ihrer Vielfalt, gründete dann einen Direktversand für Delikatessen und begann in den 80er Jahren, seine eigenen Weine herzustellen, die sich deutlich von denen der auf den vorigen Seiten präsentierten Gewächsen der Traditionalisten unterscheiden, da Martinetti zu den glühendsten Verfechtern der Modernisierung im piemontesischen Weinbau gehört.

Diese Vorliebe rührt daher, dass er sich von seinen Degustationserfahrungen mit den großen Weinen berühmter Regionen inspirieren ließ, insbesondere aus dem Bordelais und dem Burgund und sein Credo lautet seither, dass alle erstklassigen Weine weltweit im Barrique ausgebaut werden, diese Art der Vinifizierung also keine Mode sei, sondern die geeignete Kellertechnik auch für die großen Piemonteser Weine. Durch die deutlich verkürzte Maischezeit verhindert er die Extraktion unerwünscht bitterer Tannine aus der Schale der Trauben und produziert so fruchtbetonte, reintönige Weine der Spitzenklasse mit früher Trinkbarkeit, Weine, zu deren Markenzeichen Feinheit und Eleganz in Vollendung geworden sind.

Martinetti, der sich weniger als Weinbauer denn als Weinkultivator versteht und auch als „Winzer ohne Land und Keller”, tituliert wird, da seine Weinberge nur gepachtet sind und die Weine nicht von ihm selbst, sondern von seinen genialen Kellermeistern Giuliano Noè und Giancarlo Scaglione – mittlerweile unter der Leitung von Martinettis Sohn Guido – nach seinen Ideen vinifiziert werden, ist von einem fast manischen Perfektionsdrang beseelt, von einer Leidenschaft, Kompetenz und Hingabe, die man selbst bei Winzern aus traditionsreichen Dynastien nur selten findet. Und so entstehen seine Weine, „echte Meisterwerke” so der Gambero Rosso, in einer produktiven Mischung aus Fachkenntnis, Neugierde, Passion und unerschöpflichem Wissen um die großen Weine der Welt, zu denen seine eigenen Produkte unzweifelhaft gehören. Und bisher ist es vor allem die Barberatraube, die seinen Ruhm in Italien begründet hat – nicht wenige sehen in ihm gar den ungekrönten König des Barbera.

In seinen kleinen Weingärten mit ihren privilegierten Lagen in Monferrato, 15 km südwestlich von Asti, in 280 Metern Höhe an einem Süd-Südwesthang gelegen, ergeben die über 40 Jahre alten Rebstöcke erstklassiges Traubenmaterial, das nach einer 10tägigen Maischung in Edelstahltanks in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut wird. Probieren Sie unbedingt diese Weinunikate selbst und lassen Sie sich von diesen grandiosen Qualitäten überraschen.

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