Aus der Region Douro:
Der Fluss des Weines – Moselanische Finesse und spielerische Eleganz aus dem Douro-Tal!
Winespectator: Weltklasse, 99 Punkte!
Parker: „Very fine value for the price”.

Wir stehen hoch über dem Douro und sind emotional tief beeindruckt, ja geradezu überwältigt von einer spektakulären Kulisse: Einerseits eine natürliche Flusslandschaft mit rauem Charme, gleichzeitig aber auch eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft, in ihrer pittoresken Art vergleichbar mit den Reisanbauterrassen in Ostasien, aber auch, und dies nicht nur wegen des Schiefers im Untergrund, mit den Steillagen der Mosel bei Winningen. Gänsehautatmosphäre! Nach einigen Minuten meditativen Schweigens und stillen inneren Genusses machen wir uns auf den Weg und besuchen eines der ältesten und besten Weingüter im Douro-Tal, und damit ganz Portugals, die Quinta Altano.

Die Symingtons - DIE legendäre Winzerdynastie Portugals
Charles (2. von rechts) ist der önologische Kopf der Familien-„Bande”
Begonnen hatte hier alles vor über 350 Jahren: Walter Maynard, 1659 Konsul von Porto, verschiffte bereits seit 1652 Portwein und über viele Generationen hinweg (Andrew James Symington heiratete 1891 in die Familie ein und ist damit der Namensgeber der „Symington Family Estates”) entwickelte sich das Familienunternehmen zum Portwein-Uradel Portugals: Ihr Spitzenprodukt Graham’s gehört zur absoluten Portweinelite und als DER führende Erzeuger verkaufen die Symington Family Estates heute über ein Drittel aller Premium-Portweine der Welt!






Sieben rührige Symingtons arbeiten auch heuer in den Führungspositionen in ihrem traditionsreichen Familienunternehmen, einer in der zwölften, sechs in der dreizehnten Generation. Charles Symington ist seit 1990 Kellermeister, eine Legende mittlerweile in Portugal und das Oberhaupt der Familie. Von der harten handwerklichen Weinbergsarbeit im Dourotal (größter Bio-Produzent Portugals!) bis zur traditionellen Weinbereitung, Reifung und abschließenden Verkostung der Weine ist immer ein Familienmitglied (das im Übrigen zuvor 7 Jahre außerhalb des eigenen Unternehmens gearbeitet haben, die große weite Welt gesehen und damit wertvolle Erfahrungen gesammelt haben muss – Betriebsblindheit wird so gezielt vorgebeugt!) direkt verantwortlich und garantiert damit die hohe Qualität jeder einzelnen Flasche, die hier erzeugt wird. Die Bindung der Familie Symington an ihre Weine ist somit nach 350 Jahren im Portweingeschäft stärker als je zuvor: Eine beispiellose Tradition, die in den letzten Jahren einen innovativen Schub erfahren hat durch die Produktion hochwertiger trockener Rotweine, die zur absoluten Spitze Portugals gehören!
Die Bewertungen des legendären Vintage-Ports sind stets spektakulär. Unser heute präsentierter 2007er erhält 97 Punkte bei Parker und gar 99 im Winespectator. Doch auf hohe Bewertungen ist dieser aristokratische Edelport ja seit Ewigkeiten bereits abonniert. Noch nicht so bekannt sind die trockenen Rotweine, die jedoch im Laufe der letzten Dekade einen qualitativen (R)Evolutionsschub erfahren haben.
Höchste Zeit, Ihnen diese Juwelen zu präsentieren, die ein dramatisches Preis-Genuss-Verhältnis besitzen wie selbst die allermeisten Weine aus Südfrankreich nicht!
Worin liegen die Ursachen für die exorbitanten Qualitäten dieser ungemein finessenreichen, atypisch eleganten Weine des europäischen Südens.
Zum einen im Schiefer im Untergrund sowie im großen Schatz wertvoller alter autochthoner Rebsorten, die hauptverantwortlich zeichnen für den unverwechselbaren Stil der Douro-Rotweine. Von etwa 90 bekannten Rebsorten im Bereich dieser traumhaft schönen Flusslandschaft gelten Tinta Roriz, Touriga Nacional und Touriga Franca als die besten. Und aus diesen „Klassikern” bereitet Altano seine roten Pretiosen.
Dazu verlaufen alle Arbeitsschritte in Weinberg und Keller nach vorbildlichen Kriterien. Die Reben genießen ein Wachstum unter ökologischen Bedingungen in einer intakten Landschaft, in der es von Leben in und über der Erde nur so wimmelt. Unsere Impressionen von einem Spaziergang durch die Weinberge können in dieses nachhaltige Wirken der sympathischen Symingtons nur einen klitzekleinen Einblick gewähren: In den letzten Jahren wurden die Erfolge der ökologischen Bewirtschaftung sichtbar in der Rückkehr verschiedener Tierarten wie Fischotter, Hasen, Igel, kleine Reptilien, Insekten, Falken, Eulen, dem Wappentier des Gutes (!), Adler, Schmetterlinge, Libellen usw..
Auch die Kellerarbeit setzt Maßstäbe. So verbindet man beispielhaft das uralte Wissen um die beste Weinbereitung mit den Vorteilen morderner Technologie. Noch immer werden Teile der Trauben bei den Symingtons nicht maschinell gepresst, sondern auf die althergebrachte, traditionelle Weise in „Lagares” mit den Füßen gestampft. Das sind unterschiedlich große Granitbecken, in denen bis zu 40 Männer und Frauen in auf mehrere Tage verteilten Durchgängen jeweils einige Stunden auf- und ab marschieren, um die Trauben zu quetschen. Der Grund ist weniger ein nostalgischer, als ein nüchtern-pragmatischer. Man machte durch vergleichende Versuche die Erfahrung, dass vor allem der Portwein an Charakter und Ausdruck verliert, wenn die Trauben maschinell mit hohem Druck gepresst werden. Der Fuß eines Menschen zerkleinert die Trauben schonender als jede Maschine (vgl. unseren beliebten Barolo Monvigliero von Burlotto!) und so sind alle Symingtons fest überzeugt, dass sich auf diese Weise Frucht und Farbe besser aus den Trauben lösen. Traubenkerne und -stiele werden durch den schonenden Druck nicht so stark verletzt, als dass unerwünscht viel Säure und Tannine in den Wein gelangen könnten.
Und jetzt kommt eine Meisterleistung von Charles Symington ins Spiel: Er hat einen „robotic lagar” entwickelt, der die Vorzüge der traditionellen Bearbeitung mit dem menschlichen Fuß imitiert. Hierbei wird nicht einfach mechanisch der Tresterhut aufgebrochen, sondern ein Druck von 20 kg pro qcm ausgeübt (dies ist der Druck, den ein Mensch, egal, wie schwer er ist, auf den Boden ausübt, wenn er sich bewegt). Die Maschine wird nie müde, sie „vergisst” keine Traube und sie übt immer den gleich vorsichtigen Druck aus. Ich konnte die gravierenden Unterschiede kaum glauben, bis ich bei einer Vergleichsverkostung im Keller der Symingtons erlebt habe, wie weit der Most aus dem „robotic lagar” dem aus der Fußbereitung bzw. dem aus dem üblichen mechanischen Pressverfahren (mit viel zu hohem Druck) überlegen war.

Ob Port oder trockener Rotwein: Einer der strahlenden Fixsterne am Weinhimmel Portugals ist das Weingut Altano am Douro und nimmt in stilistischer Hinsicht eine absolute Ausnahmestellung ein. Die Weine sind so betörend anders als fast alles, was von der iberischen Halbinsel kommt – schwebenden Wesen ähnlich! Diese Inkarnation von burgundischer Feinheit in Duft und Textur bildet den Gegenpol zu den unzähligen austauschbaren Opulenzweinen, die heute („Dank” Jay Miller, der spanische Weine für Parker degustiert und im Unterscheid zu David Schildknecht etwa eine Vorliebe hat für geradezu marmeladige Weine) den Markt überschwemmen und sind völlig frei von modischen überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Diese urigen, originären Douro-Weine gehen schlicht unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft! Die Sehnsucht nach solch ursprünglichen, unverwechselbaren Weinen mit unverfälschtem Herkunftscharakter zu fairsten Preisen, bei deren Genuss Erinnerungen wach werden an unvergessliche Tage in einer einzigartigen Flusslandschaft und das pralle Leben in mediterranem Ambiente, lodert im Herzen eines jeden echten Rotweinfans. Die 350jährige Tradition und die Erfahrung der Familie Symington sind mit jedem Glas schmeckbar: Die magischen Weine von Altano sind die Essenz des Douro-Tals, wahrlich ihr pochendes Herz! Sie gehören schlicht zu den größten Weinen Portugals und unseres gesamten Programms!

