Domaine du Champ des Soeurs – Fitou

Ein junger Wilder geht seinen ureigenen Weg und Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung, der Domaine Champs des Soeurs, als herzerfrischende Trinkweine: „Schlanke, knackige, köstliche Weine, fernab der Alkoholbomben, wie sie heute gängig sind”.

Ursprungscharakter, Finesse pur, feinste Frucht und cremige, seidene Tannine statt schierer Kraft lautet die Maxime, weg von den überextrahierten, muskulösen Monsterweinen hin zu Eleganz und Subtilität. Komplexität im Duft, Schmelz, Geschliffenheit, Frische im Trunk und Mineralität zählen für die „Wissenden” der neuen Winzergeneration im Languedoc mehr als Muskeln und überbordendes Eichenholz. Unser dynamisches Familienweingut Champs des Soeurs geht genau diesen Weg: Kompromisslos!

 

Domaine du Champs des Soeurs
Laurent Maynadier erläutert engagiert
seine Weinbergsphilosophie

 

Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Besuch auf unserem Kleinod im wilden Süden erinnern. Am Ende eines einwöchigen Verkostungsmarathons im Midi war ich an der westlichen Grenze dieser gigantisch großen Weinanbauregion angekommen, in der Region Fitou, unmittelbar an das Roussillon angrenzend. Aus der Ferne grüßten die majestätischen Gipfel der Pyrenäen im milden Dunst der Nachmittagssonne. Marie Valette und ihr Ehemann Laurent Maynadier vom in Deutschland bis dato noch gänzlich unbekannten Château Champ des Soeurs hatten mich auf einer großen Messe in Montpellier mit ihren erfrischenden Weinen jenseits eines internationalen Standardgeschmacksbildes à la Coca Cola derart begeistert, dass mein Jagdinstinkt geweckt war und ich die Weinberge und die Kellerarbeit einer genauen Überprüfung unterziehen wollte. Die teilweise extrem steinigen (vergleichbar mit Châteauneuf-du-Pape), teils aus Schutz vor Bodenerosion begrünten und stets in aufwändiger Handarbeit aufgelockerten Parzellen der sympathischen Newcomer liegen am Fuße des Gebirgszuges der Corbières in unmittelbarer Nachbarschaft der Mittelmeerküste: Nur ca. 2-3 km entfernt, ist das blau schimmernde Meer von fast jedem Weinberg aus zu erspähen. Dem Auge des geübten Beobachters fallen sofort die Unterschiede in der Weinbergsarbeit der bescheidenen, bodenständigen, aber vom Qualitätsvirus befallenen Maynadiers zu denen ihrer Nachbarn ins Auge:

Laurent hat sich intensiv mit den ganz alten Weinbauern aus Fitou unterhalten, um möglichst viel aus jenen Zeiten zu erfahren, als diese Region noch für ihre eigenständigen Weine berühmt war. Heute, da in Fitou die moderne Önologie Einzug gehalten hat, werden die Reben im allgemeinen an Drahtrahmen in luftige Höhen gezogen, um mit möglichst viel Blattwerk, dem Kraftwerk der Rebe, möglichst hohe Alkoholgradationen in den Trauben zu erzielen, damit die Winzer im Keller in teuren neuen Barriques „moderne” Weine produzieren können, die einem möglichst massenkompatiblen Geschmack entsprechen sollen. Doch marmeladige Eichenholzweine sind genau der Stil nicht, den Maynadier bevorzugt: Deshalb erzieht er seine Reben, die sich im übrigen bereits seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz befinden, auf seinen vorbildlich gepflegten, rein organisch gedüngten Parzellen (die in ihrem Untergrund teils aus Kalk, teils aus rotem Schiefer bestehen), ganz bewusst in alter Tradition: Wie vor einem Jahrhundert pflegt er im totalen Gegensatz zur heute dominierenden Mode einen sehr tiefen Schnitt, so dass die Trauben bei der großen Hitze im Sommer von ihrer Laubwand (die aber eben nicht zu mächtig sein darf, um nicht zuviel Zucker und damit Alkohol zu produzieren!) beschattet werden und somit bei aller Reife ihre natürlich Säure und damit ihre Trinkanimation behalten und auch wesentlich feinere Tannine ausbilden als bei der modernen Drahtrahmenziehung. Einen natürlichen Standortvorteil in all seinen Parzellen bildet zudem der Tramontana-Wind, der bisweilen sehr heftig von Norden her durch die Weinberge fegt, nach den seltenen Regenfällen die Trauben schnell abtrocknet, aber andererseits auch benötigte Feuchtigkeit mit sich führen kann.

 

Domaine du Champs des Soeurs
Ganz „tiefgelegt” kämpfen sich die Reben
in das extrem steinige Terroir

 

All diese wohl durchdachten Puzzlesteine zeigen im Detail, dass Laurent Maynadier zur kleinen Elite der „Jungen Wilden” des Languedoc gehört, die sich nicht mehr mit den belanglosen „Qualitäten” ihrer Elterngeneration zufrieden geben, die sich stattdessen auf uralte Traditionen ihrer Vorfahren besinnen und dieses Wissen zusammen mit Erkenntnissen der modernen Weinbereitung (diese aufgeschlossenen jungen Winzer sind alles andere als weltfremde Spinner!) das Potential und die natürlichen Gegebenheiten ihrer Heimat zur Erzeugung wirklich großer Weine nutzen. Die intensive Bodenarbeit zur besseren Mineralisation, das natürliche Gleichgewicht der Reben, die dadurch von Natur aus bedingten niedrigen Erträge und die veränderte Blattwerksarbeit bewirken, dass der fertige Wein fokussierter, transparenter, präziser wirkt, sehr viel frischer im Trunk und viel weniger dick und fett als viele langweilige, uniforme Garrigueweine, dafür jedoch fast ätherisch duftig. Laurent Maynadier steht für die neue Generation avantgardistischer junger Winzer im Languedoc, der es selbstbewusst um eine andere Zukunft geht: nicht um überkonzentrierte, alkoholreiche Monsterweine in global kompatiblem Einheitsgeschmack, sondern um Frische, Finesse und Eleganz sowie ein unverwechselbares Profil und regionsspezifische Authentizität!

PS: Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weines, bezeichnet Laurent Maynadier mittlerweile als eine der größten Entdeckungen der letzen Jahre wegen seiner fabelhaften „Modell-Weine der Region Fitou, die geboren sind unter mediterraner Sonne, die aber voller Finesse, Frische, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit daherkommen und versehen mit erstklassigen Tanninen den Ruhm französischer Weine begründen”. Und Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung aus dem Languedoc, der Domaine Champs des Soeurs, als herzerfrischende Trinkweine nach „Großväter-Art: schlanke, knackige, köstliche Weine, fernab der Alkoholbomben, wie sie heute gängig sind”.

 

Domaine du Champs des Soeurs
Das zum Schutz vor Bodenerosion begrünte Terroir

 

Und heute steht an: Südfrankreichs bisher größter Jahrgang, der 2007er, um den sich bereits Legenden zu stricken beginnen und den Parker begeistert lobt: „2007 – The Languedoc has never offered more bargains or more inspiring and talented idealists.”

Zu den Weinen

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen