Primo Palatum - Languedoc

Es ist mittlerweile einige Zeit her, da suchte uns auf Vermittlung unseres Freundes Marc Buelinckx (ein belgischer Weinagent und Kenner der südfranzösischen Weinszene par excellence) ein damals gerade 32jähriger studierter Önologe und Weinmacher in Saarlouis auf, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte und der für seine Weine einen seriösen Händler für den Vertrieb in Deutschland suchte. In seinem Gepäck hatte er die Fassproben des großartigen 98er Jahrgangs, des dritten in der jungen Historie dieses außergewöhnlichen Winzers, die bei unserer gemeinsamen Verkostung sofort deutlich werden ließen, woher der Kosename von Xavier Copel stammt: „Le Terroirist”, gemeint als Kompliment für das grandiose Herausarbeiten des jeweiligen Terroirs in den einzelnen Weinen. Einer Aufgabe, der er sich mit größter Leidenschaft, ja geradezu mit einer Besessenheit im positiven Wortsinne widmet. Denn trotz des großen kellertechnischen Aufwandes, der dem Feinschliff seiner Weine dient, entstehen diese zuallererst infolge extremen handwerklichen Aufwandes im Weinberg.

Xavier Copel ist eine charismatische Persönlichkeit, ambitioniert und von der Vision beseelt, wahrhaft große Weine zu produzieren. Da er selbst keine eigenen erstklassigen Lagen besitzt und auch nicht über das entsprechende „Kleingeld” verfügt, ein großes Terroir kaufen zu können, sucht er beste Parzellen bei den Winzern, mit denen er schon seit Jahren freundschaftlich verbunden ist (sonst würden diese ihm nicht einen – wenn auch nur kleinen – Teil ihrer besten Weinberge überlassen), selbst aus. Xavier arbeitet auch das gesamte Jahr über in den Weinbergen mit und vinifiziert die Trauben dann in den Kellern bei den jeweiligen Spitzenwinzern in den besten überhaupt erhältlichen Barriques.

„Türöffner” war ihm hierbei sein Freund von Kindesbeinen an, Pascal Verhaeghe von Château du Cèdre, bei dem er seinen tollen Cahors vinifiziert und der ihn mit anderen großen Winzerpersönlichkeiten zusammenbrachte.
Xavier ist bei seiner ungemein aufwändigen Weinbergsarbeit darauf fixiert, dass seine Trauben über eine maximale Reife verfügen und aus ultrakleinen Hektarerträgen sehr alter Reben stammen. Sein immenser Aufwand, seine durchdachte Sorgfalt im Detail, seine Liebe bei der täglichen Arbeit trägt erkennbare Früchte in extrem terroirbetonten Weinen!

Xaviers Ziel war es von Beginn seiner Tätigkeit an, in einer Zeit, „in der für hochwertige Bordeauxweine monströse, ja skandalöse Preise abverlangt werden, gleich grandiose Weine in anderen Appellationen zu erzeugen. Diese können zwar nicht billig sein, dafür ist das Terroir zu herausragend, das Traubenmaterial zu wertvoll, die Vinifizierung in den auf höchstem Niveau befindlichen Kelleranlagen arbeitsintensiv und teuer (bei einigen Weinen verwendet er 200 % neue Barriques, neue Fässer für die Vergärung, dann noch einmal komplett neue Barriques für die Reifung), sie bieten aber auf höchstem Niveau einen hervorragenden Gegenwert für ihr Geld”, so Xaviers leidenschaftliche Argumentation bei seiner vehementen und engagierten Darlegung seiner Philosophie zur Erzeugung großartiger Weine.

Mit Xavier zu diskutieren, seine aus tiefstem Herzen kommende Begeisterung, seine enorme Leidenschaft für wahrhaft große Weine mitzuerleben, mit ihm dann im Glas die außergewöhnlichen Resultate all seiner Bemühungen zu verkosten, ist ein Erlebnis der besonderen Art, so dass unsere gemeinsamen Degustationen für mich zu unvergesslichen Sternstunden meines Weinhändlerdaseins geworden sind.

Denn Xaviers expressive, zumeist unfiltriert abgefüllten Weine brillieren mit ihrer faszinierenden Eigenständigkeit. Sowohl bei den weißen wie bei den roten sind sie voller Kraft und Konzentration, aber gleichzeitig von hoher Eleganz und Finesse, fleischig und außerordentlich komplex, mit einer großartigen Tanninstruktur, aber mit einem seidenen Kern versehen und einem schier unermesslich reichen Aromenspektrum von reifen Früchten.

Es sind fast allesamt große Lagerweine mit einem grandiosen Potential, Weine zum Verlieben, traumhafte individuelle Tropfen voller Ursprünglichkeit in einem immer uniformer werdenden Weinmeer.
Diese extrem raren Weine (zusammengenommen werden in einem Jahrgang ca. 40.000 Flaschen abgefüllt) spiegeln jeweils auf unnachahmliche Weise das Terroir, den Stil ihrer jeweiligen Appellation und werden gerade von der Fachpresse, zunächst der französischen, entdeckt und enthusiastisch gelobt – so feiert ihn beispielsweise die renommierte französische Fachzeitschrift „Revue du vin de France” überschwänglich als „Héros du millésime” („Helden des Jahrgangs”). Die Bibel der französischen Weinliebhaber, das „Classement des meilleures vins de France 2005” von Bettane & Desseauve, reiht Primo Palatum in die kleine Elite der „besten französischen Weingüter” ein und urteilt: „Xavier Copel est le grand petit négociant haute couture des vins du Sud-Ouest et du Languedoc”!
Herzlichen Glückwunsch, Xavier!

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