Aus der Region Languedoc:
„Ansata”: Ein traumhaft mineralischer, ungewöhnlich finessenreicher Rotwein aus biodynamischem Anbau mit nur 12,5% Alkohol, Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Im Jahre 1999 erfüllte sich unser Freund Marc Kreydenweiss, den viele von Ihnen, liebe Kunden, sicherlich schon als elsässischen Weltklassewinzer kennen gelernt haben, einen lang gehegten Traum: Auf seiner neu erworbenen Domaine des Perrières in Südfrankreich nahe Nîmes begann er, mit seinem in Jahrzehnten im Elsass erworbenen „Know-how” große Rotweine zu vinifizieren, eine uralte stille Liebe von ihm. Und es war im wahrsten Sinne des Wortes die Erfüllung eines Traumes, denn „zwei Jahre, bevor ich erstmals diese Domaine aufsuchte, sah ich im Traum die gleiche Pinienallee, die blühenden Rosenbüsche entlang des Weges, das Meer der kieselrunden roten Steine, alles wie später in der Realität. Als man mich erstmals zu diesem Weingut führte, spürte ich tief in meinem Innern: Ich hatte gefunden, was ich lange gesucht habe”, erzählt Marc ganz sachlich von seinem ‚déjà vue’ Erlebnis.

Selektive Lese von Hand
Voller Enthusiasmus machte er sich ans Werk, stellte die Produktion auf den mineralreichen Böden (die aus einer 9-12 m dicken Kalksteinschicht bestehen, worunter sich eine wasserundurchlässige Lehmschicht befindet, die stets für genügend Feuchtigkeit für die extrem tief wurzelnden Reben sorgt) mit ihren teilweise 80 bis 100 Jahre alten Rebstöcken auf biodynamischen Anbau um und führte strenge Ertragsbegrenzungen ein. Er vinifiziert die Weine temperaturgesteuert in den Chais von Manduel und baut den Wein dann in Barriques in den mittlerweile neu errichteten, optimal klimatisierten Kelleranlagen aus. So entstehen Weine, die ein unverwechselbares Gepräge aufweisen, die anders sind als die meisten Weine aus dem Midi, filigraner, „kühler”, finessenreicher, explosiv duftig, ausgestattet mit feinen, seidenen Gerbstoffen, betörenden Aromen und einem niedrigen, ungemein trinkanimierenden Alkoholgehalt, ein Aspekt, den immer mehr unserer Kunden sehr zu schätzen wissen und den Marc Kreydenweiss in erster Linie auf den biodynamischen Anbau zurückführt.

Marc Kreydenweiss im Kreise seiner Liebsten
Der 2001er Ansata, der Jungfernjahrgang, war ein Riesenerfolg in unserem Programm. Einmal wegen der phantastischen Qualität, zum anderen aber wegen des sensationell günstigen Preises, den Marc festlegte, um ein eindrückliches Zeichen der Vernunft zu setzen. Bravo! Auch im FEINSCHMECKER wurde dieser große Wein zu äußerst fairem Preis als besondere Empfehlung gefeiert. Wir zitieren: „Rhône-Roter für herbstliche Menüs: Marc Kreydenweiss gehört schon seit gut zwanzig Jahren zu den sympathischsten Botschaftern der Elsässer Weine. In der Gegend der Costières de Nîmes, eine halbe Stunde Autofahrt von Châteauneuf-du-Pape entfernt, erwarb er 1999 seine neue Domaine, 25 Jahre stehen die jüngsten Reben hier schon, die ältesten 100. Alles, was einem solchen Gut fehlte, ist etwas Prestige – und ein visionärer Patron. Mit Ansata 2001 stellt Kreydenweiss den ersten Grand Vin seines Engagements als Rhône-Ranger vor. Die Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot wurde 14 Monate in Barriques ausgebaut. Doch der Wein ist alles andere als das, was man landläufig einen Barriquewein nennt. Im Bukett ist der Holzeinsatz nur diskret zu erkennen, es dominieren mineralisch unterlegte Kirschnoten und eine an frisches Basilikum erinnernde Würze. Den Gaumen regiert Finesse. Samtenes Tannin erzeugt einen geschmeidigen Fluss, dem es nicht wie vielen modisch weichen Weinen an Bündelung mangelt. Der Abgang beginnt mit einem Akzent jugendlicher Herbe, dann hallt differenzierte, unaufdringliche Frucht nach. Dieser Rote ist ein Allrounder für alle herbstlichen Spezialitäten, seien es Pilze, sei es Wild. In der Karaffe verfeinert er sich von Stunde zu Stunde und in der angebrochenen Flasche entwickelt er sich über zwei Tage.”

Herbststimmung auf der Domaine
Warum zitiere ich Ihnen hier nochmals ausführlich die Beschreibung zu einem ausverkauften Wein? Nun, weil dieser 2001er bereits all die Anlagen zeigt, die ich bei vielen Verkostungen des grandiosen 03ers notiert habe: Perfekter Holzeinsatz, eine sagenhafte Mineralität, eine traumhafte Finesse, eine faszinierende würzig-fruchtige Aromenpracht und ein samten-seidiges Tannin. Der einzige Unterschied ist, dass der große 2003er Jahrgang nach der längeren Umstellungsphase auf biodynamischen Anbau einfach nochmals deutlich besser ausgefallen ist. Gerhard Eichelmann, dieser so zurückhaltend punktende hervorragende Fachjournalist, vergibt in seiner Zeitschrift MONDO in einer großen Degustation dem 03er hoch verdiente 94 Punkte (der 01er erhielt seinerzeit 90 Punkte) und damit die höchste Bewertung aller Weine seiner umfangreichen Probe!
