Domaine des Perrières – Marc Kreydenweiss, Rhône

DOMAINE DES PERRIÈRES – MARC KREYDENWEISS, RHÔNE

Weltklasse-Weine aus biodynamischem Anbau, eine innige „Liebesbeziehung” eines sympathischen französischen Winzerstars zu Reben und Terroir.

Vor fast 15 Jahren erfüllte sich unser Freund Marc Kreydenweiss, ein beseelter Mensch und ein feinsinniger Freigeist, der sein Tun sein Leben lang als nachhaltiges Wirtschaften verstanden hat, den viele von Ihnen, liebe Kunden, sicherlich schon als elsässischen Weltklassewinzer kennen gelernt haben (seit 23 Generationen befindet sich diese Domaine im Familienbesitz und wird jetzt von seinem Sohn Antoine geleitet), einen lang gehegten Traum: Auf seiner neu erworbenen Domaine des Perrières in Südfrankreich nahe Nîmes begann er, mit seinem in Jahrzehnten im Elsass erworbenen „Know-how” große Rotweine zu vinifizieren, eine uralte stille Liebe von ihm.

Kreydenweiss

Und es war im wahrsten Sinne des Wortes die Erfüllung eines Traumes, denn „zwei Jahre, bevor ich erstmals diese Domaine aufsuchte, sah ich im Traum die gleiche Pinienallee, die blühenden Rosenbüsche entlang des Weges, das Meer der kieselrunden roten Steine, alles wie später in der Realität. Als man mich erstmals zu diesem Weingut führte, spürte ich tief in meinem Innern: Ich hatte gefunden, was ich lange gesucht habe”, erzählt Marc ganz sachlich von seinem ‚déjà vue’ Erlebnis, das mich innerlich sehr bewegt hat. Voller Enthusiasmus machte sich der sensible Winzer ans Werk, stellte die Produktion auf den mineralreichen Böden (die aus einer 9-12 m dicken Kalksteinschicht bestehen, worunter sich eine wasserundurchlässige Lehmschicht befindet, die stets für genügend Feuchtigkeit für die extrem tief wurzelnden Reben sorgt) mit ihren teilweise 80 bis 100 Jahre alten Rebstöcken auf biodynamischen Anbau um, führte strenge Ertragsbegrenzungen ein und reduzierte die Extraktion, um wesentlich feinere Gewächse zu machen als im Süden Frankreichs üblich. So entstehen Weine, die ein unverwechselbares Gepräge aufweisen, die anders sind als die meisten Weine aus dem Midi, filigraner, „kühler”, finessenreicher, explosiv duftig, ausgestattet mit feinen, seidenen Gerbstoffen, betörenden Aromen und einem relativ niedrigen, ungemein trinkanimierenden Alkoholgehalt, ein Aspekt, den immer mehr unserer Kunden sehr zu schätzen wissen und den Marc Kreydenweiss in erster Linie auf den biodynamischen Anbau zurückführt.

Trevallon

Der 2001er Ansata, der Jungfernjahrgang, war bereits ein Riesenerfolg in unserem Programm. Einmal wegen der phantastischen Qualität, zum anderen aber wegen des sensationell günstigen Preises, den Marc festlegte, um ein eindrückliches Zeichen der Vernunft zu setzen. Bravo! Auch im FEINSCHMECKER wurde dieser große Wein zu äußerst fairem Preis von Anfang an als besondere Empfehlung gefeiert. Wir zitieren noch heute gerne aus dieser klug recherchierten Reportage, weil sie Marcs Philosophie auf den Punkt genau trifft: „Rhône-Roter für festliche Menüs: Marc Kreydenweiss gehört schon seit gut zwanzig Jahren zu den sympathischsten Botschaftern der Elsässer Weine. In der Gegend der Costières de Nîmes, eine halbe Stunde Autofahrt von Châteauneuf-du-Pape entfernt, erwarb er 1999 seine neue Domaine, 25 Jahre stehen die jüngsten Reben hier schon, die ältesten 100. Alles, was einem solchen Gut fehlte, ist etwas Prestige – und ein visionärer Patron. Mit Ansata 2001 stellt Kreydenweiss den ersten Grand Vin seines Engagements als Rhône-Ranger vor. Die betörende Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan (diese Rebsorte ist mittlerweile in eine andere Cuvée eingeflossen; T.S.) und Merlot wurde 14 Monate in Barriques ausgebaut. Doch der Wein ist alles andere als das, was man landläufig einen Barriquewein nennt. Im Bukett ist der Holzeinsatz nur diskret zu erkennen, es dominieren mineralisch unterlegte Kirschnoten und eine an frisches Basilikum erinnernde Würze. Den Gaumen regiert Finesse. Samtenes Tannin erzeugt einen geschmeidigen Fluss, dem es nicht wie vielen modisch weichen Weinen an Bündelung mangelt. Der Abgang beginnt mit einem Akzent jugendlicher Herbe, dann hallt differenzierte, unaufdringliche Frucht nach. In der Karaffe verfeinert er sich von Stunde zu Stunde und in der angebrochenen Flasche entwickelt er sich über zwei Tage.”

Warum zitiere ich Ihnen hier nochmals ausführlich die Beschreibung zu einem Jungfernjahrgang? Nun, weil dieser 2001er bereits all die Anlagen zeigt, die ich bei mehreren Verkostungen der grandiosen 10er und 11er Jahrgänge notiert habe: Perfekter Holzeinsatz, eine sagenhafte Mineralität, eine traumhafte Finesse, eine faszinierende würzig-fruchtige Aromenpracht und ein samten-seidiges Tannin. Der einzige Unterschied ist, dass die aktuellen Jahrgänge nach der langen Umstellungsphase auf biodynamischen Anbau einfach nochmals deutlich besser ausgefallen sind als die ersten Weine. Ein großes Terroir zeigt erst durch den Gestaltungswillen eines visionären Winzers sein ganzes Potential!

Trevallon

Aber um die grandiosen heutigen Qualitäten richtig einschätzen zu können, nochmals als Erinnerung eine weitere Einschätzung eines früheren Jahrgangs: Gerhard Eichelmann, dieser so zurückhaltend punktende hervorragende Fachjournalist, vergibt in seiner Zeitschrift MONDO in einer großen Degustation dem 03er hoch verdiente 94 Punkte (der 01er erhielt seinerzeit 90 Punkte) und damit die höchste Bewertung aller Weine seiner umfangreichen Probe! Und mein Wort drauf: Die neuen Jahrgänge zeigen mehr denn je zuvor die Handschrift ihres menschlich so sympathischen wie handwerklich genialen Meisters!
So sind die Weine unserer Vorzeige-Domaine aus dem Gard nicht in erster Linie das Resultat moderner Önologie, sondern das Ergebnis einer innigen „Liebesbeziehung” eines ungemein sympathischen Winzers zu Reben und Terroir. „Ein Wein erhält seine unverwechselbaren Eigenschaften erst durch die Vision des Winzers”, erklärt Marc in seiner ruhigen, besonnenen Art, der im Weinberg eine ganze Reihe wohl durchdachter Maßnahmen ergriffen hat, seinen Gewächsen eine ureigene Identität zukommen zu lassen.
Dazu gehören, neben dem völligen Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung, die Aktivierung der Mikroorganismen des Bodens sowie der biodynamische Anbau. Allesamt Faktoren, die dazu führen, dass die Wurzeln der Reben tiefer in die Erde dringen, wodurch die Weine deutlich mehr Mineralität, Finesse und Tiefe besitzen als viele ihrer südlichen „Konkurrenten”. Durch sorgsames, ständig wiederholtes Hacken und die Versorgung mit homöopathisch zubereiteten Präparaten beleben sich die Böden, sind in ihrer Zusammensetzung ausgewogen und bringen deshalb gesunde und wertvolle Trauben hervor! Und all das schmeckt man im fertigen Wein, der stets zu verdunsten scheint, wenn man ihn genießt. So traumhaft die betörende Frucht, so lecker die Textur am Gaumen, so seiden die Tannine.

Es sind Weine, bei deren Genuss mir häufig die Antwort in den Sinn kommt, die mir Marc einmal auf die Frage gegeben hat, was seiner Meinung nach einen großen Wein auszeichne: „Das sind Weine zum Trinken und keine Degustationsmonster, die in Proben auffallen, weil sie vor lauter Kraft und Opulenz kaum mehr laufen können, von denen ein Weinliebhaber aber nach einem Glas schon genug hat und nur noch müde abwinkt. Große Weine besitzen einen moderaten Alkoholgehalt und wecken in mir nach dem Genuss einer Flasche den Wunsch, genau davon noch eine weitere zu öffnen”.

Und das, werte Kunden, ist auch ohne Bedenken möglich: Marc achtet wie kaum ein zweiter auf die Auswirkung seiner vibrierenden, „lebenden”, unverfälschten Charakterweine auf das körperlich-seelische Wohlbefinden. Nicht zuletzt dieser Gedanke stand Pate bei seiner Hinwendung zur Biodynamik. Auf Ihr Wohl!

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