Aus der Region Burgund:
Eine der renommiertesten Domainen Burgunds erstrahlt in neuem Glanz und erneuert den Mythos Vosne-Romanée als die großartigste Expression des Pinot Noir in der Welt! In Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard.
Die Familie Liger-Belair besitzt eine zweihundertjährige Tradition in Vosne-Romanée – sie ist eine der legendären Dynastien der Bourgogne. Doch zogen es in der Vergangenheit viele Erbfolger vor, in exponierter Stellung dem französischen Staat zu dienen als in den großartigsten Weinbergslagen des Landes als Winzer zu arbeiten. So wurden fabelhafte Weinberge in den besten Lagen Burgunds verkauft, andere über viele Dekaden verpachtet. Doch mit dem Jahrgang 2000 gab es eine dramatische Veränderung. Der jüngste Spross der Familie, der damals 29 jährige Comte Louis-Michel Liger-Belair, erfüllte sich einen Kindheitstraum und übernahm nach einem Studium des Agraringenieurwesens und der Önologie sowie nach Praktika in Bordeaux und Kalifornien mit großem Enthusiasmus und Ehrgeiz die uralte Familiendomaine. Bereits sein erster Jahrgang, den er noch während seiner Studienzeiten vinifizierte, der 2000er, brachte sehr gute Weine hervor, die Aufsehen erregten. Seitdem wurden die Qualitäten von Jahrgang zu Jahrgang immer besser, gewannen stets an Komplexität hinzu, wurden immer feiner und sinnlicher in der Frucht und intensiver in der Mineralität und werden heute in Frankreich als Inkarnation großer Pinot Noir klassischen Stils gefeiert!
Kein Wunder, suchte Louis-Michel doch stets den Rat des legendären Henri Jayer, der leider in 2006 verstorbenen Winzerlegende des Burgunds, der mit seinen unvergleichlichen Weinen Vorbild und beratender Freund einer ganzen Generation junger Winzer wurde und der trotz seines Weltruhms stets ein bescheidener, liebenswerter Mensch geblieben war. Als Guru des Pinot Noir feierten ihn nur die Medien. Er selbst wollte immer nur eins, einen großen Terroirwein machen. Der Rummel um seine Person ließ in kalt, aber er war stolz, wenn in seinen sinnlichen Pinot Noirs, dem Inbegriff von Feinheit und Finesse, das Terroir der jeweiligen Lage dominierte und eine wundervolle Präzision in der Frucht den Genießer betörte. Viele Ideen eines der größten Winzer in der französischen Weinbaugeschichte hat Louis-Michel aufgegriffen: „95 Prozent der Qualität eines Weines entsteht im Weinberg, nur 5 Prozent im Keller. Je weniger man im Keller überhaupt macht, um so besser ist es”, formuliert Louis-Michel eine seiner wichtigsten Prinzipien, ganz im Sinne von Henri Jayer. „Die Bodenbearbeitung im Weinberg ist das Allerwichtigste, um das Terroir im Wein ausdrücken zu können. Deshalb gibt es bei uns keine chemischen Keulen. Ganz im Gegenteil, wir arbeiten weitestgehend nach den Prinzipien des biologischen Anbaus in der goldenen Tradition unserer Großväter und pflügen wieder mit dem Pferd. Wir müssen unseren unvergleichlichen Schatz, unser weltweit einzigartiges Terroir, bewahren”, erläutert der junge Winzer engagiert seine Philosophie. Nach einer extrem sorgfältigen Weinbergslese werden die gepflückten Trauben („Die Basis all meiner Qualität”) so schnell wie möglich und so schonend, wie es nur geht, in kleinen Kisten in den Keller gebracht. Hier werden die kerngesunden Trauben komplett entrappt, ausschließlich spontan vergoren und vorsichtig extrahiert und danach in besten, ausschließlich neuen Fässern (wie bei Romanée Conti) erlesener französischer Provenienz ausgebaut („Holz darf nie den Geschmack prägen, sondern nur Struktur geben”), und das in vorbildlich schonender Manier. Kein maschinelles Umpumpen, keine Schönung oder Filtration, minimale Schwefelung, alles dem Ziel untergeordnet, eine möglichst reife, komplexe und feine, ungemein präzise Frucht im fertigen Wein zu erzielen. „Die Purheit der Frucht, die Finesse des Pinot, der Nuancenreichtum jeder einzelnen Lage, ihre tiefgründige Mineralität und eine großartige Länge: All das will ich in meinen Weinen wieder finden. Und nicht nur Kraft und Konzentration: Muskulöse Weine sind wie Karikaturen, wie aufgeblasene Menschen ohne seelischen Tiefgang und Intellekt. Die Balance zwischen Kraft und Finesse muss stimmen. Ich suche die Kraft ohne Schwere, die Leichtigkeit des Pinot. Meine Weine müssen Trinkspaß machen. Ich mache auch keine kunsttechnischen Griffe im Keller. Ich mag keine technischen Weine, wie sie heute in allen Ecken der Welt produziert werden. Meine Weine müssen keine Jungweinverkostungen gewinnen. Sie sind auf ein langes Leben ausgelegt und sollen dem Weinliebhaber später von ihrem großen Terroir erzählen”.
Keine Frage, Louis-Michel hat die Maximen Henri Jayers, der Ikone des Weinanbaus im Burgund, verinnerlicht und es kommt nicht von ungefähr, dass die Kenner der französischen Weinszene in dem ebenso talentierten wie ehrgeizigen und klugen Comte Louis-Michel Liger-Belair den legitimen Nachfolger einer der größten Winzerpersönlichkeiten Frankreichs sehen. Insbesondere die fabelhaften Qualitäten, die im Jahrhundertjahrgang 2005 auf Liger-Belair erzeugt wurden, aber auch die nicht minder exzellenten 2006er, die noch tief unter der Erde unter optimalen Bedingungen in den Fässern reifen, geben diesen Stimmen immer weiter Nahrung. So stuft Patrick Essa, der in Frankreich einen hervorragenden Ruf als intimer Burgundkenner besitzt, die Domaine Comte Liger-Belair zusammen mit Romanée Conti und Robert Arnoux als die drei Weingüter ein, die in Vosne Romanée Qualitäten „hors classe” produzieren, die also quasi außerhalb dessen liegen, was man in normalen Kategorien erfassen kann, so wie es bei der Tour de France die Berge „hors catégorie” gibt.
Louis-Michel Liger-Belair hat gerade erst angefangen seinen ureigenen Weg zu gehen. Und dennoch ist er seinem Ziel, auf naturnahem Wege Weine zu erzeugen, die aufgrund ihrer fabelhaft feinen Frucht und traumhaften Balance die Quintessenz ihres großen Terroirs darstellen, schon extrem nahe gekommen. Ja, man kann sich kaum vorstellen, dass diese großen Pinot Noirs aus den legendären Weinbergen Burgunds je besser schmecken könnten: Louis-Michel ist schon verdammt nah am Ideal und mit dem Jahrgang 2005 auf Augenhöhe mit Romanée Conti! Seine 2005er Weine mit ihrer ungemein reifen Frucht und der tollen Säurestruktur, die diesen sinnlichen Pinots eine fabelhafte Frische und ein immenses Entwicklungs- und Reifepotential verleihen, sind schlichtweg genial: Sie sind Meisterwerke der Natürlichkeit, des ungeschminkten Ausdrucks ihres grandiosen Terroirs, des aromatischen Reichtums und der unvergleichlichen Vornehmheit ihrer Frucht: Die innere Kraft und Dichte wird schwerelos aufgehoben in schwebender Transparenz und einer Feinheit und Eleganz, wie es sie außerhalb Vosne-Romanées vielleicht kein zweites Mal mehr gibt. Noblesse oblige! Welch Triumph handwerklicher Winzerkunst eines genialen Weinmagiers und eines weltweit einzigartigen Terroirs! Die Domaine Liger-Belair hatte im Burgund einen magischen Ruf. Louis-Michel hat sich mit seinen emotional berührenden Qualitäten einen Platz unter den allerbesten Burgunderproduzenten gesichert und damit den alten Mythos Liger-Belair wiederbelebt und ist auf dem Weg in das Pantheon französischer Winzerkunst. Wir sind stolz und glücklich, ihn auf diesem Wege begleiten zu können.
P.S.: Märkte bilden immer auch die Nachfrage nach Weinen ab und die Wertschätzung der Kunden. In den USA und Großbritannien werden die grandiosen Pinot Noir von Liger-Belair bereits zu Preisen gehandelt, die denen von Romanée-Conti ähneln. So kostet der La Romanée bei einigen Händlern 1.800 Euro! Doch diese Preise werden nicht vom Gut, das eine sehr maßvolle Politik betreibt, vorgegeben. Hier sahnen andere den Rahm ab. Pinard de Picard wird sich wie stets nicht an diesen Spekulationen beteiligen, sondern alle Weine von Liger-Belair normal fair kalkulieren. Wir behalten uns aber angesichts der Spekulationshysterie, insbesondere beim La Romanée, ausdrücklich vor, unsere Stammkunden bevorzugt zu beliefern, damit dieses Kleinod auch in gute Hände gelangen möge.
