Aus der Region Südliche Rhône:
Majestätische Rotweine traditioneller Machart begeistern seit drei Jahrzehnten Liebhaber in aller Welt!
Nicht nur Robert M. Parker bezeichnet Châteauneuf-du-Pape als den Weinort, der die meisten Weltklassewinzer beheimatet und dessen Weine er privat mit großer Vorliebe trinkt. Viele Weinkritiker und -liebhaber sind der Ansicht, dass sie mit einem hervorragenden Châteauneuf-du-Pape den wohl größten Gegenwert für ihr Geld erhalten und so sind die Weine der besten Hersteller immer sehr schnell ausverkauft. Sicherlich zu den fünf herausragenden Winzern dieser Appellation gehören unsere langjährigen Freunde von der Familiendomaine Pégau, mit denen wir seit Beginn unserer Tätigkeit als Weinhändler mit großer Freude zusammenarbeiten und deren Weine ich bereits seit über 25 Jahren leidenschaftlich gerne trinke. Paul Féraud, diese so bodenständige und sympathische Persönlichkeit, und seine ebenso innovative wie attraktive Tochter Laurence wurden mit ihrem relativ kleinen Weingut gleichsam über Nacht berühmt, als ihr inzwischen legendärer 90er Jahrgang die Fachwelt in Erstaunen versetzte (96 Parker-Punkte; FEINSCHMECKER: gehört zu den 100 besten Weinen der Welt). Für Insider war das jedoch keine Überraschung, vinifizieren die Férauds doch schon seit Beginn der 80er Jahre in schöner Regelmäßigkeit grandiose, unverwechselbare „hand”-werklich hergestellte Weine, denen kaum jemand widerstehen kann.

Laurence Féraud
Es ist vor allem der ureigene, traditionelle (abgesehen vom herrlich leckeren Alltagswein, dem ‚Pegovino’, und der Luxuscuvée ‚Da Capo’ – der einzige Wein, dem Parker jemals 100+ Punkte vergeben hat), man kann durchaus auch sagen ‚altmodische’, majestätische Stil ihrer Weine, der sich so wohltuend vom „Einheitsgeschmack” technisch-cleaner, gestylter Modeweine unterscheidet, die, obwohl gut gemacht, viel zu sehr vom Holz dominiert werden und wegen des Verlustes ihres ureigenen Charakters völlig austauschbar geworden sind. Die singuläre Qualität dieser höchst authentischen Weine entsteht in erster Linie im Weinberg, wo die über 30 bis 90 Jahre alten Weinstöcke (75 % Grenache, 25 % Syrah, Mourvèdre und Grenoise), die in sehr arbeitsintensiver Weise durch mehrfaches jährliches Wegschneiden von Trieben und Blättern aufwändig gepflegt werden, hochwertige, handgelesene Trauben in geringer Quantität liefern. Das Areal der Domaine verteilt sich auf 11 erstklassige Parzellen (von denen die berühmte Lage „La Grau” mit den ältesten Reben sicherlich die Beste ist), weit verstreut innerhalb der Appellation, mit besten süd- und südöstlich ausgerichteten Hügellagen und unterschiedlichen Bodenformationen, die so durch ihre Differenziertheit zur Komplexität, zur Kraft, zur Konzentration und zur Finesse der barocken Weine von Pégau entscheidend beitragen. Die Sandböden sowie kräftigen Lehm-Kalkböden, die mit großen roten Kieselsteinen bedeckt sind, die nachts die tagsüber gespeicherte Wärme an die Trauben abgeben, werden zur besseren Durchlüftung und zur Aufnahme organischen Düngers und Schafsmist fünf bis sieben mal im Jahr umgepflügt. Tradition und handwerkliche Winzerkunst sind auf dieser sympathischen Familiendomaine keine leeren Worthülsen, sondern Tag für Tag gelebte Realität.
Der naturnahe Anbau, die aufwändigen Laubwerksarbeiten, relativ kleine Erträge, die extrem selektive Handlese, Vergärung in großen Cuvées mit den Traubenstängeln (!) als notwendigem Rückgrat für den traditionellen Ausbau in alten Fudern in einem unscheinbaren, herrlich altmodischen Keller, der Verzicht auf jegliche Errungenschaften der modernen Technik, all das trägt bei zu diesen massiven, extraktreichen, aber dennoch noblen und zudem sehr aromatischen, unglaublich reichhaltigen Châteauneuf-du-Pape-Gewächsen in einem sehr individuellen Stil, der sie in Blindproben vom fortgeschrittenen Kenner stets eindeutig als Pégauweine identifizieren lässt! Diese faszinierenden, unfiltriert abgefüllten Weinunikate sind eine wunderschöne Verkörperung eines absolut klassischen Stils und eine Ode an das gigantische Potential einer der großartigsten Regionen innerhalb der gesamten Weinwelt! Selbst in schwierigen Jahrgängen wie 1997 oder 2002 überzeugen die Weine der Domaine du Pégau zur großen Freude ihrer zahlreichen Liebhaber und bieten schon jung einen leckeren Trinkgenuss. Auch die großen Jahrgänge sind häufig erstaunlich früh ansprechend und bieten nach Ansicht von Laurence im Alter von 5 bis 8 Jahren für viele Konsumenten den höchsten Trinkgenuss, da sich in dieser Zeit die Frucht auf angenehmste Weise mit den wildbretartigen, würzigen, nach Frucht, Trüffeln, Lakritz, Leder und Tabak duftenden Geschmackskomponenten vereinigt. Für Kenner jedoch sind diese Châteauneuf-du-Pape Langstreckenläufer, die sich über 10 bis 20 Jahre phänomenal entwickeln und dann eine unvergleichliche Aromenvielfalt aufweisen. Kategorie persönliche Lieblingsweine!
