Aus der Region Provence:
Burgunds Kultdomainen Romanée-Conti und Dujac vinifizieren im Herzen der Provence betörend südliche Weine mit burgundischem Esprit!
Im Herzen der wildromantischen Provence: Helle Kalkböden kontrastieren mit dem azurblauen Himmel und tiefgrünen Pinien, die mit den zahlreichen Wildkräutern die Flora bestimmen und ihre faszinierenden Düfte in die Außenhaut der kerngesunden Träubchen der hier wachsenden Edelreben übertragen. Und genau dieses traumhafte Terroir bewog zwei der mythischen französischen Winzerpersönlichkeiten zu einem gemeinsamen Projekt auf diesem gesegneten Stückchen Erde: Jacques Seysses von der Domaine Dujac in Morey-Saint-Denis, dessen legendäre Pinot Noir weltweit als Inkarnation der sprichwörtlichen burgundischen Eleganz und Finesse gelten, und Aubert de Villaine von der Kultdomaine de la Romanée-Conti. Beide charismatische Persönlichkeiten gehören zu den großen lebenden Legenden des burgundischen Weinanbaus und haben es sich zum Ziel gesetzt, mit der gleichen Qualitätsphilosophie, die ihre jahrzehntealte Reputation im Burgund begründet hat, in der lieblichen Landschaft der Provence große Weine zu erzeugen, die jedoch im Unterschied zu den exorbitanten Preisen, die für ihre burgundischen Pretiosen bezahlt werden, für jedermann erschwinglich sein sollen.
Jacques Seysses erläutert in seiner gewohnt engagierten Art: „Das wichtigste, was man auf solch großartigem Terroir machen muss, ist, Trauben höchster Qualität zu ernten. Daher haben wir nach dem Kauf der Weinberge, die alten Reben liebvoll restauriert, genau nach den Prinzipien, nach denen wir seit jeher auf der Domaine Dujac arbeiten und neue hochwertige Edelreben angepflanzt. (Jacques bezeichnet sich zwar ausdrücklich nicht als Bio-Winzer, da er den Kult ablehnt, der mit entsprechenden „Ideologien” zusammenhängt, arbeitet aber auch im Burgund schon seit über 20 Jahren nach biologischen Prinzipien und extrem aufwändig in seinen Weinbergen mit einer kompromisslosen Selektion während der Ernte.) Der handwerklichen Arbeit im Weinberg haben wir somit die höchste Priorität eingeräumt, dagegen waren unsere Investitionen im Keller eher zweitrangig”.
Letztere Aussage ist natürlich Understatement pur, denn das Equipment in den optimal klimatisierten Anlagen ist schlicht state-of-the-art! Doch entscheidend für den Maßstäbe setzenden Qualitätsstandard des neuen Fixsterns am provençalischen Weinhimmel ist in der Tat die Seyssessche Philosophie: Schon vor einem Jahrhundert, als erst wenige technische Hilfsmittel verfügbar waren, wurden herrliche Weine in der Bourgogne produziert, so dass es drei Säulen sind, auf der seine Weinbereitung beruht: Die sorgfältige Kultivierung der Weinberge, die ständigen Verbesserungen des Traubengutes und (bei allem Zugriff auf allerfeinste Möglichkeiten im Keller wie einer ungemein schonend arbeitenden Presse) einer eher traditionellen Ausbauweise der Weine in Barriques erlauchter Provenienz, die nach ihrer Erstbelegung auf der Domaine Dujac ihre Reise in die Provence antreten, um mit dem feinen Most der auf der Domaine Triennes geernteten Trauben wieder befüllt zu werden. In der penibel sauberen Kellerarbeit („Mein Lehrmeister verbrauchte dreimal soviel Wasser, wie er Wein erzeugte und das habe ich von Anfang an auch so gemacht”.) orientiert sich Jacques Seysses an den altbewährten Traditionen, die schon seine Gewächse aus dem Burgund zu einzigartigen Weinpersönlichkeiten haben werden lassen.
Ein kleines Detail vermag die ungemein sorgfältige Weinerzeugung zu beschreiben, der sich Jacques verpflichtet fühlt: Um die gleich bleibend hohe Qualität seiner Barriques zu sichern, kaufen Jacques und einige gleich gesinnte Freunde gemeinsam Allier-Holz ein und lassen es vor der Verarbeitung drei Jahre lang an der Luft trocknen! Besonders zu betonen ist, dass das neue Eichenholz nicht seines Geschmacks wegen verwendet wird, sondern weil es dem jungen Wein über lange Zeit hinweg eine Sauerstoffeinwirkung verschafft. Dadurch wird nicht nur die Notwendigkeit von Schwefelgaben verringert, sondern es gelangen auch feine Tannine in den Wein, die v. a. den Pigmenten Stabilität verleihen. Eine zu starke Anröstung der Fassdauben würde jedoch die Tannine verbrennen, die dann nicht mehr optimal wirken können und verursachte darüber hinaus einen aufdringlichen, strengen Holzkohlegeschmack; daher bevorzugt Seysses Fässer mit möglichst geringem Anröstungsgrad! Kein Wunder, dass bei einer solch bis ins Detail durchdachten und sanften Weinbereitung und einer leidenschaftlichen Beseeltheit für großen Wein seine legendären Pinot Noir geradezu als die Inkarnation der sprichwörtlichen burgundischen Eleganz und Finesse gelten! Und exakt diese Parameter zeichnen unsere heute präsentierten betörenden Gewächse des neuen provençalischen Leuchtfeuers aus: Phantastische Weine, die ihre provençalische Seele mit den burgundischen Prinzipien vermählen: Träume des Südens paaren sich mit einer becircenden Leichtigkeit, betörenden Duftigkeit und feinster Präzision. Wir laden Sie herzlich ein auf eine spannende Entdeckungsreise in die neue Weinwelt zweier großer französischen Winzerlegenden. Wohl bekomm’s!
