Aus der Region Elsass:
Weltklasse-Weine aus biodynamischem Anbau, eine innige „Liebesbeziehung” eines französischen Winzerstars zu Reben und Terroir.

Die traditionsreiche Domaine Kreydenweiss, die sich seit 22 Generationen im Familienbesitz befindet, gehört heute unter der Leitung des feinsinnigen Freigeistes Marc Kreydenweiss nicht nur zu einer der ersten Adressen im Elsass, sondern reiht sich ein in die Phalanx der besten Güter Frankreichs überhaupt. Den steilen Aufstieg in den Olymp der so rar gesäten Weltklassegüter verdankt Marc einigen grundsätzlichen Entscheidungen bezüglich der Weinbergsarbeit. Nie hat er nur im Traum daran gedacht, sich dem unsäglichen Modetrend der letzten Jahre im Elsass anzuschließen, seine Weine „dick”, breit und süßlich auszubauen. Zudem ist er im Elsass der Vorreiter und -denker des biodynamischen Anbaus, was jeglichen Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel oder synthetischen Düngers rigoros ausschließt.
Das Resultat: Terroirgeprägte Weißweine – der kundige Konsument schmeckt deutlicher den Lagencharakter denn die Rebsortenstilistik – mineralisch, hochelegant und finessenreich, die nicht nur zu den besten des Elsasses gehören, sondern darüber hinaus sich mit den größten Rieslingen Deutschlands und Österreichs messen können, Weinunikate auf Weltklasseniveau! Die Bodenzusammensetzung und die hohe Qualität der so unterschiedlichen Andlauer Lagen bilden für Kreydenweiss die Voraussetzung für die Größe eines Weines, denn die Mineralien aus der Tiefe der Erde prägen zusammen mit der jeweils angebauten Rebsorte deren individuellen Charakter. So sind die Weine dieser Vorzeige-Domaine nicht in erster Linie das Resultat moderner Önologie, sondern das Ergebnis einer innigen „Liebesbeziehung” eines ungemein sympathischen Winzers zu Reben und Terroir.

Blick auf die Domaine Marc Kreydenweiss
„Ein Wein erhält seine unverwechselbaren Eigenschaften erst durch den Gestaltungswillen des Menschen”, erläutert Marc, der eine ganze Reihe wohl durchdachter Maßnahmen ergriffen hat, seinen Weinen eine ureigene Identität zukommen zu lassen.
Dazu gehören, neben dem völligen Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung, die Aktivierung der Mikroorganismen des Bodens, aufwändige, witterungsabhängige Blattwerksarbeiten, eine riskant späte Lese sowie der bereits seit 1989 praktizierte biodynamische Anbau. Allesamt Faktoren, die dazu führen, dass die Trauben eine schmeckbar höhere physiologische Reife aufweisen und die Wurzeln der Reben tiefer in die Erde dringen, wodurch die Weine deutlich mehr Mineralität, Kraft und Tiefe besitzen als viele ihrer elsässischen „Konkurenten”. Durch sorgsames, ständig wiederholtes Hacken und die Versorgung mit homöopathisch zubereiteten Präparaten beleben sich die Böden, sind in ihrer Zusammensetzung ausgewogen und bringen deshalb gesunde und wertvolle Trauben hervor, welche die Komplexität der Aromen erhöhen und zudem den Anteil der Weinsteinsäure erhöhen, was den Wein noch bekömmlicher und gesundheitsfördernder werden lässt, wie auch der minimalistische Einsatz von Schwefel. Fast selbstverständlich, dass Chaptalisierung und der Einsatz von Reinzuchthefen völlig verpönt sind.
In den letzten großartigen Jahrgängen dieses Weingutes zeigt sich als weiterer Erfolg all dieser Umstellungen, dass sich selbst die besten Weine nicht mehr oder kaum noch verschließen, sondern sich geradlinig weiterentwickeln, so dass sie jederzeit mit großem Vergnügen getrunken werden können. Die Fruchtphase geht quasi direkt in diejenige der Sekundäraromen über, was Marc auf die hohen Reifegrade infolge einer späten Lese wie auf die sehr langsame und schonende Pressung zurückführt, beides Faktoren, die dem Wein zudem mehr Körper verleihen. Auch sortiert Marc immer konsequenter botrytisbefallene Trauben aus, da diese dem Wein zwar mehr Fülle verleihen, aber nach seiner Ansicht die Weine auch „erschlagen” und die Frucht verdecken, ohne Botrytis schmecken sie deutlich mineralischer, ‚reiner’ und delikater.

Marc Kreydenweiss
Marks großartige Gewächse, deren bildschöne Etiketten jedes Jahr von einem anderen Künstler gestaltet werden, verlocken beim Degustieren häufig zur andächtigen Meditation. Es sind Weine, bei deren Genuss mir häufig die Antwort in den Sinn kommt, die mir Marc einmal auf die Frage gegeben hat, was seiner Meinung nach einen großen Wein auszeichne: „Das sind Weine zum Trinken und keine Degustationsmonster, die in Proben auffallen, weil sie vor lauter Kraft und Opulenz kaum mehr laufen können, von denen ein Weinliebhaber aber nach einem Glas schon genug hat und nur noch müde abwinkt. Große Weine besitzen einen moderaten Alkoholgehalt und wecken in mir nach dem Genuss einer Flasche den Wunsch, genau davon noch eine weitere zu öffnen”. Das ist auch ohne Bedenken möglich: Marc achtet wie kaum ein zweiter auf die Auswirkung seiner vibrierenden, „lebenden” Weine auf das körperlich-seelische Wohlbefinden. Nicht zuletzt dieser Gedanke stand Pate bei seiner Hinwendung zur Biodynamik.
Inzwischen ist die Umstellung auf den biodynamischen Anbau abgeschlossen und trägt erkennbar Früchte. Die zutiefst mineralreichen Weine (DAS Charakteristikum der großen Andlauer Lagen) besitzen noch mehr Frische, Feinheit, Eleganz und Finesse als früher und sie haben an Dichte, Geschmacksvielfalt, Nachhaltigkeit und Terroircharakter hinzugewonnen. Diese Demonstration absoluten Weltklasseniveaus großer Rieslinge und Pinots, die nicht billig sind – das können derartig hochwertige Weine aufgrund ihrer hohen Gestehungskosten in teilweise arbeitsintensiven Steillagen auch gar nicht sein – aber angesichts ihrer Ausnahmestellung noch ungemein preis„wert”, lässt mich nach den Degustationen lange nicht mehr los, diese großartigen Gewächse mit ihrem riesigen Potential, ihrem grazilen Spiel, ihrer faszinierenden Mineralität und feinen Würze gehören im Weißweinbereich zu meinen persönlichen Favoriten!

Kerngesunde Rieslingträubchen als
Basis einzigartiger Weinunikate!
Mittlerweile ist Marcs Sohn Antoine verantwortlich in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einbezogen, auch, weil Marc selbst viel auf seiner südfranzösischen Domaine Perrières arbeitet. Antoine hat den gleichen Ehrgeiz wie Marc selbst, hat auch an der Weinbereitung im Keller und in den Wingerten wenig geändert, sie jedoch, ähnlich wie beispielsweise Klaus-Peter Keller in Rheinhessen, perfektioniert. Denn Antoine hat nach Lehr- und Wanderjahren bei großen Winzern des Burgund wie Pierre Morey und Jean-Louis Trapet viel gelernt und kitzelt vielleicht gar noch einmal deutlicher den Terroir- und Jahrgangscharakter heraus als in der Vergangenheit. Die phantastischen Gewächse der Domaine Kreydenweiss sind daher im Fabeljahrgang 2008 besser denn je zuvor, echte Individualisten, Meisterwerke des Terroir, emotional ungemein beeindruckende Bio-Weine: „Das Elsass meldet sich mit Charakter zurück”, so die WEINWELT in ihrer aktuellen Ausgabe April/Mai 2010, in der Marcs Weine mit schier unglaublichen Bewertungen angesichts ihrer genussfreundlichen Preise bedacht werden:
Umgeben von erstklassigen Grand-Cru-Gewächsen der elsässischen Winzerelite, die bis zu 60 Euro kosten (was angesichts ihrer Qualität, betrachtet im internationalen Kontext, im übrigen gerechtfertigt ist), belegt Marc Kreydenweiss’ Riesling Andlau unter 70 verkosteten Spitzenweinen des Elsasses mit 95 Punkten Platz 1 (und das ist erst der Basis-Riesling, die 2008er Grand Crus können wir Ihnen in etwa einem Jahr vorstellen), der Gewürtztraminer Kritt, einer der Weißweinlegenden unseres Programms, belegt mit 93 Punkten Platz 5. Herzlichen Glückwunsch der sympathischen Familie Kreydenweiss für diesen grandiosen Erfolg, der zwar angesichts der Fabel-Qualitäten nachvollziehbar und absolut verdient ist, angesichts der dramatisch günstigen Preise aber schier unglaublich klingt und einer der spektakulärsten Testsiege ist, den wir in den letzten Jahren mit einem unserer Weine erringen konnten. Liebe Kunden: Kistenweise in den Keller legen!
