Schäfer-Fröhlich, Felsenberg, Riesling Großes Gewächs (Magnum (Deutschland)) 2013

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Schäfer-Fröhlich, Felsenberg, Riesling Großes Gewächs (Magnum (Deutschland)) 2013
„Die Felsenwelt um mich, sie war wohl schön!” (Christian Morgenstern)

Was ist das nur für ein genialer geschmacklichen Kosmos, in dem sich die Großen Gewächse von Schäfer-Fröhlich bewegen. Und wie kracht hier in diesem „Berg”-Riesling der Fels ins Glas: Im mittleren Nahetal, unterhalb des berühmten Örtchens Schlossböckelheim gelegen, (Helmut Dönnhoff und Tim Fröhlich haben über viele Jahrgänge hinweg dessen Ruhm hinaus in die weite Welt getragen!) steigt nördlich der Nahe ein 40-60% steiler, felsiger Südhang zwischen 180 und 300 m auf: der legendäre Felsenberg. Dieser Felsgürtel im Hangrücken schützt die Reben vor kalten Fallwinden und dient gleichzeitig als optimaler Sonnensspeicher. Und der leicht erwärmbare Vulkangestein-Verwitterunsgboden, das Urgestein des Felsenbergs, bringt mit seinen alten Rebanlagen besonders feinnervige Rieslinge hervor, die bei aller Feinheit und Dichte eine Wahnsinns-Mineralität besitzen, welche, wie bei den teuersten Prestige-Burgundern, mit einer salzigen Komponente alle olfaktorischen Sinne betören. Werte Kunde, eine solche mineralische Brachialgewalt (aber bitte, wegen der fabelhaften Finesse und Eleganz ist dieses Weltklassegewächs dennoch von ungemein nobler und edler Stilistik!) habe ich in dieser die Zunge in seiner Jugend geradezu traktierenden Reibeisenform bisher selten erleben dürfen. Mineraliät ist eine der am schwierigsten zu erklärenden und für Weinnovizen zu verstehenden Weinkomponenten. Doch dieser mythische Riesling vermag jedermann Mineralität in Referenzqualität zu veranschaulichen!

Noch straffer gewirkt als im „Jahrgang von Glanz und Gloria 2012” (Jancis Robinson) weist der Felsenberg in 2013 eine dramatische Urkraft auf, die ein wenig aus der ungemein präzisen, wolkenartig schwebenden Stilistik des Weinguts ausbrechen will. Doch nur fast. Denn bei aller inneren Dichte und Urgewalt halten eine gebirgsquellklare Frucht (zurzeit dominieren Orangen und weiße Grapefruit), die oben angesprochene würzig-salzige, absolut irre Feuerstein-Mineralität und eine kristalline Frische (DAS Signum des Jahrgangs bei Schäfer-Fröhlich!) diesen famosen Riesling in einem unsichtbaren Gravitationsfeld fest wie die Sonne ihre Planeten. Das ist urwüchsige Kraft ohne Schwere, laserstrahlartig gebündelte Energie! Aber auch eine lustvolle Opulenz (im Kontext der übrigen Rieslinge des Gutes), die zärtlich die Zunge ummantelt, eingebettet in einen cremigen Schmelz und innere Kraft, die diesen Weltklassriesling zu einem Solitär in diesem Jahrgang werden lässt. Und dann wieder diese Präzision und nordische Kühle. Einfach himmlisch. Nach längerer Öffnung im großen Glas entwickeln sich subtile, betörende Aromen von wild wachsenden Himbeeren, ergießen sich saftige Wogen von weißen Blüten, Flieder, weißem Pfeffer und edler Würze über die Zunge, kleiden den Gaumen aus bis in den letzten Winkel, setzen sich fest, wollen nicht mehr loslassen – und welch ungemein langer, wiederum fabelhaft salzig-mineralischer Nachhall. Noblesse oblige! Bei aller Kraft! Ein geniales Großes Gewächs, rassig wie ein wildes arabisches Vollblutrennpferd, ein Weltklasse-Riesling, wie geschaffen, die Worte Felsenberg und Mineralität zukünftig als Synonyme nutzen zu wollen!

Zu genießen ab Herbst diesen Jahres (Dekantieren bitte, über mehrere Tage verkosten und intuitiv erfahren, wie große Rieslinge sich zu entwickeln vermögen), Höhepunkt jedoch frühestens 2018 bis nach 2035.

Und was meint eigentlich Parker zu Lage und Winzer? „Tribute to the amazing talents of the Felsenberg as well as those of its champion, Tim Frohlich.” Wahrlich: Der BERG ruft!

Und John Gilman urteilt: „Felsenberg 2013: outstanding, stellar”.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau
   
Inhalt: Magnum (Deutschland) 1,5 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA030213M
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Schäfer-Fröhlich
Schulstraße 6
55595 Bockenau
Deutschland

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