Emrich-Schönleber, Halenberg, Riesling Großes Gewächs, Doppelmagnum 2011

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

„Werner Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands“, Eichelmann ‚Deutschlands Weine 2008‘

„Schönlebers Halenberg – Bester trockener Riesling Deutschlands“, Feinschmecker!

„Schönlebers Halenberg – Zweitbester trockener Riesling Deutschland ex aequo mit Kellers Abtserde“, Gault Millau 2010

„Halenberg 2010 – eine Legende für die Ewigkeit“, WEINWISSER

Meine Liebe zu den Weinen der sympathischen Schönlebers findet ihren Ursprung genau in diesem fabelhaften Spitzenriesling vom Halenberg, einem wahrlich Großen Gewächs, das mich seit Jahren unentrinnbar in sein Gravitationsfeld gezogen und nie mehr losgelassen hat! Fasziniert das Frühlingsplätzchen wie ein liebreizendes junges Mädchen, das verträumt durchs Leben tänzelt, so kommt der Halenberg als aristokratischer Charakterkopf daher, aber auch einer rassigen südländischen Schönheit ähnlich, deren gelebtes Leben ihr eine faszinierende Reife und große Persönlichkeit verliehen hat. Und es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer (an manchen Stellen trifft man sehr schnell auf nackten Fels), der die Basis für die komplexe, tiefgründige Mineralität dieses großen Rieslings legt, der enorm dicht, kompakt und konzentriert im Glase steht. Was für ein singulärer Terroirwein von einer zwar kleinen, aber zweifellos einer der besten und spannendsten Lagen innerhalb ganz Deutschlands!

Dieser noble, majestätische, ja monumentale Riesling brilliert durch eine abgrundtiefe, extrem mineralisch, kräuterwürzige Nase mit intensiven Steinobst-, spektakulär schönen Grapefruit-, Orangen- und rauchigen Aromen. Am Gaumen eine konzentrierte, strahlende, reife Frucht, dabei ungemein saftig, dicht, ja muskulös; faszinierend die ungemein reife, rassige Säure, betörend das mächtige mineralische Fundament, das vom vielstimmigen Klang der Mineralien (zurzeit noch etwas verhüllt von einem Mantel aus Frucht und Cremigkeit) aus den Tiefen des Felsenbodens erzählt. Welch sahniger Extrakt! Dazu gesellen sich eine enorme Kraft, Tiefe und Länge und eine feine, cremige, saftige Textur mit grandiosem Schmelz, die wohltuend seiden die Zunge umhüllt, gepaart mit einer Finesse und Filigranität, wie sie in dieser Kombination nur den großen Rieslingen der Nahe zu eigen sind. So viel Körper und so wenig Schwere! Der extrem lange, schier unfassbar salzig-mineralisch-„dreckige“ Nachhall (diese abgrundtiefe mineralische Seele eines Rieslings wächst vielleicht zwei bis dreimal in einem Jahrzehnt) dieses bestens balancierten, sinnlichen Rieslings von edler Gestalt und brillanter Struktur ist glockenklar.

Diese grandiose Hymne an die Transzendenz und Komplexität großer deutscher Rieslinge ist ein beseelter Wein, die Inkarnation seines legendären Terroirs (wahrlich die Essenz der Schiefermineralität), der dem wahren Weinliebhaber einen Zipfel der Unendlichkeit erhaschen lässt. Welch Hommage an den Halenberg, etwas weniger die eiserne Faust im Samthandschuh wie im durchaus vergleichbaren 2009er, dafür noch etwas mehr von der Noblesse getragen, ein magischer, verzaubernder Wein mit einer Balance und inneren Harmonie, die dieses mythische Gewächs jahraus, jahrein zu einem der größten auf der Welt erzeugten Rieslinge werden lässt! Ein Wahnsinnsstoff, wie ein majestätischer Adler auf breiten Schwingen schwerelos durch die Lüfte schwebend! Besser kann kein Riesling der Welt schmecken, nur anders. Danke Werner Und Frank für einen der größten von Euch jemals vinifizierten Weißweine, die ich das Vergnügen und die Ehre hatte genießen zu dürfen. Dieser magische Riesling ist, wie beispielsweise Kellers Abtserde, einer jener großen Weine, der den Verkoster sprachlos und den Genießer gerührt hinterlässt, wie bei einer großen Liebe. Man hat Tränen in den Augen. Das muss sie sein, die Seele der Rieslingtraube. Nichts, aber auch gar nichts ist hier laut oder aufdringlich – wie hinter einer geheimnisvollen Tür verbergen sich jedoch abgründige Tiefen: Einmaliges und Unvergessliches!

Werte Kunden: Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Manchmal kaufe ich Weine ein, die ich nur ganz schwer weiter veräußern kann, da der Verkauf viel Herzblut kostet. So hoffe ich denn, dass dieses Große Gewächs Halenberg in gute Hände gelangen möge, nicht als Spekulationsobjekt missbraucht werde und stattdessen all diejenigen glücklich machen wird, die es jemals genießen dürfen.

PS I: Die Großen Gewächse der sympathischen Schönlebers wurden in den letzten Jahrgängen stilistisch immer puristischer. Es wurden mehr und mehr klein- und lockerbeerige Trauben ausgewählt, bei denen nicht mehr als fünf Prozent Botrytis toleriert werden. Das macht vor allem den Halenberg in seiner Jugend nicht immer leicht zu trinken, denn das ist ein urwüchsiger Charakterwein, wie es nur wenige gibt. Weine mit Botritis haben einen frühen Charme, haben Cremigkeit und Opulenz, doch reifen sie in einer gänzlich anderen Weise. Die extrem spät gelesenen Singerriedel von Franz Hirtzberger in der Wachau sind ein gutes Beispiel für letztere Stilistik, imposante Weine durchaus, aber mit einer botritislastigen Opulenz. Der Halenberg jedoch betont die Mineralität in einer ganz reinen Form, aus der sich im Lauf der Lagerung eine tiefe kräuterige, hochkomplexe Aromatik entwickelt.

PS II: Während sich die Bezeichnung Frühlingsplätzchen von selbst leicht erklärt, ist das beim Halenberg etwas schwieriger.
Werner Schönleber bevorzugt eine Deutung, die auf Beobachtungen fußt: Kraniche, die im Volksmund auch Halsgänse genannt werden, ziehen auf ihrem Rückweg durch das Tal. Wenn sie am Halenberg die wohltuende Thermik verspüren, schrauben sie sich kräftesparend in Spiralen in luftige Höhen.

Mit großer Freude zu trinken ab sofort wird sich dieses Rieslingbaby wie eine menschliche Persönlichkeit über Jahre hinweg in seinem Charakter weiter entwickeln und seinen Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2016 bis nach 2030 erreichen.
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Emrich-Schönleber - Kultweingut aus Monzingen
   
Inhalt: Doppelmagnum 3 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA040211D
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Emrich-Schönleber
Soonwaldstraße 10
55569 Monzingen
Deutschland

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