Schäfer-Fröhlich, Felsenberg, Riesling Großes Gewächs 2011

13,0 Vol.% | Allergene: Sulfite |

Schäfer-Fröhlich, Felsenberg, Riesling Großes Gewächs 2011
Tino Seiwerts ÜBERRASCHUNG DES JAHRGANGS 2011!
Was ist das nur für ein genialer geschmacklichen Kosmos, in dem sich die Großen Gewächse von Schäfer-Fröhlich bewegen. Und wie kracht hier in diesem „Berg”-Riesling der Fels ins Glas: Im mittleren Nahetal, unterhalb des berühmten Örtchens Schlossböckelheim (Helmut Dönnhoff und Tim Fröhlich haben über viele Jahrgänge hinweg dessen Ruhm hinaus in die weite Welt getragen!) gelegen, steigt nördlich der Nahe ein 40-60% steiler, felsiger Südhang zwischen 180 und 300 m auf: der legendäre Felsenberg. Dieser Felsgürtel im Hangrücken schützt die Reben vor kalten Fallwinden und dient gleichzeitig als optimaler Sonnensspeicher. Und der leicht erwärmbare Vulkangestein-Verwitterunsgboden, das Urgestein des Felsenbergs, bringt mit seinen alten Rebanlagen besonders feinnervige Rieslinge hervor, die bei aller Feinheit und Dichte eine Wahnsinns-Mineralität besitzen, welche, wie bei den teuersten Prestige-Burgundern, mit einer salzigen Komponente alle olfaktorischen Sinne betören. Werte Kunde, eine solche mineralische Brachialgewalt (aber bitte, wegen der fabelhaften Finesse und Eleganz ist dieses Weltklassegewächs dennoch von ungemein nobler und edler Stilistik!) habe ich in dieser die Zunge in seiner Jugend geradezu traktierenden Reibeisenform bisher selten erleben dürfen. Mineraliät ist eine der am schwierigsten zu erklärenden und für Weinnovizen zu verstehenden Weinkomponenten. Doch dieser mythische Riesling vermag jederman Mineralität in Referenzqualität zu veranschaulichen! Im „JahrhundertJahrgang 2011” (Jancis Robinson) weist der Felsenberg eine dramatische Urkraft auf, die ein wenig aus der ungemein präzisen, wolkenartig schwebenden Stilistik des Weinguts ausbrechen will. Doch nur fast. Denn bei aller inneren Dichte und Urgewalt halten eine gebirgsquellklare Frucht (zurzeit dominiert rosa Grapefruit)), die oben angesprochene würzig-salzige, absolut irre Mineralität und eine kristalline Frische diesen famosen Riesling in einem unsichtbaren Gravitationsfeld fest wie die Sonne ihre Planeten. Das ist urwüchsige Kraft ohne Schwere, laserstrahlartig gebündelte Energie! Aber auch eine lustvolle Opulenz, die zärtlich die Zunge ummantelt, eingebettet in eine cremige, saftige Textur. Und dann wieder diese Präzision. Einfach himmlisch. Und dann immer wieder, in Wellen, diese salzige Mineralität großer Burgunder! Nach längerer Öffnung im großen Glas – dieses traumhafte Große Gewächs braucht ganz viel Luft – entwickeln sich subtile Aromen von schwarzen, wild wachsenden Himbeeren, ergießen sich, bei aller Feinheit und Finesse, wollüstige, saftige Wogen von Cassis, grünem Tee, rauchigem Feuerstein und edler Würze über die Zunge, kleiden den Gaumen aus bis in den letzten Winkel, setzen sich fest, wollen nicht mehr loslassen – und welch ungemein langer, wiederum fabelhaft mineralischer (salzig!) Nachhall. Noblesse oblige! Bei aller Kraft! Ein geniales Großes Gewächs, rassig wie ein wildes arabisches Vollblutrennpferd, ein Weltklasse-Riesling, wie geschaffen, die Worte Felsenberg und Mineralität zukünftig als Synonyme nutzen zu wollen!
Zu genießen ab Freigabe im September (Dekantieren bitte, über mehrere Tage verkosten und intuitiv erfahren, wie große Rieslinge sich zu entwickeln vermögen), Höhepunkt jedoch erst ab 2014 bis nach 2025.

PS: Dieser Weltklasse-Riesling wird in seiner Jugend oftmals selbst von erfahrenen Testern maßlos unterschätzt! Auch ich muss gestehen: In 2008 war er schlicht mein größter Irrtum des Jahrgangs, denn ich habe ihn zwar relativ hoch bewertet, doch seine absolute Weltklassequalität erst im Winter/Frühjahr danach bei mehreren mich begeisternden Nachverkostungen erkannt, als er die Sperrigkeit seiner frühen Babyphase verloren hatte und mich mit seiner grandiosen Aromenvielfalt hinter seiner singulären Mineralität schier sprachlos werden ließ. Im Kometenjahrgang 2011 jedoch zeigt sich der ‚Felsenberg’ selbst schon in seiner Jugend von seiner anrührendsten Seite. Ich bin nicht ganz sicher, warum dem so ist, aber ich führe es auf das fabelhafte Traubenschalentannin zurück, dass bei meinem Weinbergsbesuch Ende Oktober mit einem leuchten gelb-rot in die Welt hinaus strahlte. Und wie die Träubchen damals schon schmeckten! Einfach himmlisch. Und ich muss gestehen: Im jetzigen frühen Stadium mehrer Probeverkostungen habe ich den Felsenberg (blind probiert) zwei mal mit dem mit 100 Punkten bewerteten Felseneck verwechselt. Zwei 100-Punkte-Weine bei Schäfer-Fröhlich in 2011? Time will tell!

Und was meint eigentlich Parker bzw. sein für Deutschland zuständiger Mitverkoster David Schildknecht zu Lage und Winzer? „Tribute to the amazing talents of the Felsenberg as well as those of its champion, Tim Frohlich.”
Wahrlich: Der BERG ruft!
Land: Deutschland
Region: Nahe
Weingut: Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau
   
Inhalt: Magnum 1,5 l
Weinart: Weisswein
Rebsorten: Riesling
   
Verschluss: Naturkork
Bestell-Nr.: DNA030211M
Alkohol: 13,0 % vol.
   
   
Allergene: Sulfite
  
Anschrift des Winzers: Weingut Schäfer-Fröhlich
Schulstraße 6
55595 Bockenau
Deutschland

Zum PDF-Datenblatt

Weiterempfehlen:

Dieser Artikel ist leider bereits ausverkauft!

Lieferstatus: Dieser Artikel ist leider ausverkauft.

Der Tipp von Pinard de Picard

Kunden, die dieses Produkt bestellten, kauften auch:

Produktfoto, Miniatur


36,70 Euro

Produktfoto, Miniatur


29,50 Euro

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


Öffnungszeiten & Verkostungsmöglichkeiten

Anfahrt
Ihre Vorteile bei uns Zu unserer Firmenphilosophie
Zahlungsarten
Versand
Unsere Angebote Service & Unternehmen