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Deutschland > Nahe > Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau > 9409108
Wein:Schäfer-Fröhlich, Monzinger Halenberg Riesling Großes Gewächs, Magnum 2008
Region:Nahe
Weingut:Weingut Schäfer-Fröhlich – Bockenau
Inhalt:Magnum 1,50 l
Preis:ausverkauft!
Bestell-Nr.:9409108

Produktabbildung

F. Scott Fitzgerald gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Moderne. Seine Romane avancierten zu weltweiten Bestsellern und viele seiner Bücher zählen zu den Klassikern der angloamerikanischen Literatur. Fitzgeralds postulierte „Prüfung eines erstklassigen Geistes” besteht darin, „zwei widersprüchliche Ideen gleichzeitig hegen zu können”. Das ist die höchste Schule des Verstandes. Aber auch die eines absoluten Weltklasseweines. Einen wahrlich attraktiven, körperreichen, kräftigen, mächtigen Wein zu vinifizieren ODER einen aristokratisch filigran-finessenreichen, das können alle Spitzenwinzer der Welt, die ein großes Terroir besitzen. Magische Weine jedoch gehen darüber hinaus, sie können das vermeintlich Paradoxe. Sie vereinen majestätische Kraft mit ungeheurer Präzision und unvergleichlicher Eleganz. Und einen solch raren singulären Riesling haben wir hier im Glas. Elementare Urgewalt trifft auf aristokratische Finesse!

Es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer, der die Basis legt für die unermessliche Komplexität, die ungeheure Kraft, die grandiose Dichte und Fülle, die burgundische Finesse und tiefgründige Mineralität dieses berührenden, ungemein rassigen Rieslings, der von einer der besten Rieslinglagen Deutschlands stammt! Dieser noble Riesling brilliert in der Nase durch eine abgrundtiefe, extrem mineralische Nase mit spektakulär schönen Cassis- und würzig-rauchigen, tabakigen Aromen. Dieses rassige, brillante, edle Große Gewächs macht (fast) süchtig in der Intensität seiner Aromen, mit seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, präzisem Mundgefühl und großer Finesse sowie seiner betörenden salzigen Mineralität (DAS Signum des Jahrgangs in allen Rieslingdiamanten von Schäfer-Fröhlich) auf der Zunge, den unverwechselbaren Charakteristika seines legendären Terroirs. Ungemein fein und aristokratisch in seiner betörenden Stilistik umgarnt er zunächst schmeichlerisch die Sinne; aber dann, wenn er Luft bekommt, scheint er förmlich zu explodieren: Dann erobert er eine neue Dimension, dann steigen aus den unergründlichen mineralischen Tiefen seiner Seele zuvor verborgene Schichten auf und er gewinnt eine geradezu lasziv-erotische Verruchtheit, wie sie in 2008 in vergleichbarer Weise vielleicht nur noch Klaus-Peter Kellers genialer Hubacker aufzuweisen vermag. Eine ganze Menge prallen Lebens! Und dann zeichnet sich am Gaumen nochmals ein grandioser innerer Spannungsbogen ab, baut sich muskulöse Kraft auf, eingebettet in eine reife, rassige Säure und ein betörendes, mächtiges (aber gleichzeitig seidenes – Dichotomien prägen diesen fesselnden Rieslingsolitär!) mineralisches Fundament, das vom vielstimmigen Klang der Mineralien aus schiefrigen Tiefen erzählt. Welch irrsinnige Länge, in Wellen schleicht er sich auf die Zunge zurück, wenn er längst ausgetrunken ist, welch nobles Extrakt, gepaart mit einer Finesse und Filigranität, wie sie in dieser Kombination nur den ganz großen Rieslingen Deutschlands zu eigen sind. Schauer laufen über den Rücken, bei jedem Schluck dieses beseelten Weines.

Diese grandiose Hymne an die Transzendenz und Komplexität großer deutscher Rieslinge ist ein emotional berührender Wein und, ebenso wie Werner Schönlebers stilistisch anders geartete legendäre Halenberg-Interpretation, die Inkarnation seines mythischen Terroirs (wahrlich die Essenz der Schiefermineralität), die den wahren Weinliebhaber einen Zipfel der Unendlichkeit erhaschen lässt. Ein atmosphärischer Riesling, ganz und gar ursprünglich und authentisch, der alle Sinne streichelt und beispielhaft steht für eine neue Generation trockener deutscher Rieslinge. Hedonistischer Genuss in Vollendung. Ein Rieslingsolitär, ein Weltklassewein, ganz nahe dem Ideal, einer der größten trockenen deutschen Rieslinge aller Zeiten! „Riesling aufs Äußerste verdichtet”, wie der Gault Millau solche Urgesteine der Nahe treffend bezeichnet. Welch Gänsehautwein! Potential für Jahrzehnte!

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