Saarlouis, 26. April 2003

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Pinard de Picard präsentiert drei spektakuläre, extrem rare Weine aus dem Süden Frankreichs !

Heute präsentieren wir drei großartige Raritäten aus Frankreichs Süden, Weine mit Kultstatus, die so rar sind, dass wir sie in unserem Print-Katalog leider nicht anbieten können.


Domaine Pégau

Die Domaine Pégau gehört seit Jahren zur absoluten Elite von Châteauneuf-du-Pape und produziert traditionell vinifizierte Weltklasseweine jenseits allen modischen Schnickschnacks. Der großartige Reservée 2000 (von Parker zunächst mit 93-96 Punkten, in einer im wine advocate 145 veröffentlichten Nachverkostung letztendlich mit 95 Punkten bewertet) hat das Potential zum wahren Klassiker. Er war aufgrund der enormen Nachfrage leider viel zu schnell auf dem Markt vergriffen, doch wir hatten Glück, erwarben noch einmal eine kleine Partie und können Ihnen diesen wahrhaft großen Wein zu einem außerordentlich fairen Preis anbieten, der im Vergleich zu den mittlerweile auf Weinaktionen dafür erlösten Summen ein echtes Schnäppchen darstellt.


141100 Châteauneuf-du-Pape, Cuvée Reservée, rouge 2000 28,00 Euro



Domaine Pierre Clavel

In den von der Natur im Languedoc so begünstigten Jahrgängen 2000/1 hat unser sympathischer Freund Pierre Clavel die besten Weine seiner einzigartigen Winzerkarriere vinifiziert. Von 2 Spitzenparzellen in „La Méjanelle”, in ihrer Charakteristik den Top-Lagen von Châteauneuf-du-Pape nicht nur wegen ihres sie bedeckenden roten „Steinmeeres” sehr ähnlich, hat Pierre im Jahrgang 2000 erstklassige Trauben in einem so perfekten Reifezustand gelesen, dass er zutiefst überzeugt war, dass sie das Potential dieser großartigen Lage mit einer bisher noch nie erlebten Ausdruckskraft widerspiegeln würden.
So entschloss sich Pierre erstmals, eine aus ultrakleinen Erträgen (15 hl/ha) erzeugte Spitzencuvée auf den Markt zu bringen, vinifiziert aus traumhaft gereiften Syrah- (80%) und Grenachetrauben, die eindrucksvoll demonstrieren, welch großen Weine das Languedoc mittlerweile hervorzubringen imstande ist.
Eine absolute Rarität, nicht nur von der Quantität her (ganze 5000 Flaschen wurden gefüllt), sondern auch wegen ihres einzigartigen Preis-Genussverhältnisses!


311700 „La Calage”, rouge 2000 24,00 Euro
Spektakuläre barriqueausgebaute, unfiltrierte Cuvée, über die bereits wahre Lobeshymnen verfasst werden, und das völlig zu Recht! Tiefstes dunkles Rot in der Farbe, in der Nase ein einzigartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von wilden, dunklen Beeren, dazu feinste Gewürzanklänge und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, am Gaumen fasziniert dieser Schmeichler der Sinne durch eine selbst beim legendären „Copa Santa” bisher nicht erschmeckte Eleganz und Finesse, wiederum hochkomplex, dazu eine wunderbar weiche Textur, cremig, reife, opulente Frucht, würzig, sehr konzentriert, dicht, großartige, kernige und dennoch schmelzig-seidene Tanninstruktur, sehr lang anhaltend.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2005 bis mindestens 2008.



Domaine de la Grange des Pères

Wohl kaum ein anderer Wein aus dem Süden Frankreichs ist binnen eines Jahrzehnts zu einer solchen Legende, einem weltweit derart gesuchten Kultwein geworden, wie der rote „Grange des Pères” aus dem faszinierenden Tal des kleinen Flüsschens Hérault. Welcher Wein des Languedoc ist sonst bei Insidern derart in aller Munde, wie dieser schon aufgrund seiner Rebsortenzusammensetzung (Syrah, Mourvèdre und Cabernet-Sauvignon) einzigartige Rotwein, der aufgrund seiner niedrigen Produktionsmenge von ca. 20.000 Flaschen leider nur von wenigen Glücklichen jemals verkostet werden konnte und der in Deutschland aufgrund seiner bisherigen Vertriebsstruktur nur wenigen Eingeweihten ein Begriff war, die diesen monumentalen Wein in renommierten Sternerestaurants genießen durften.
Laurent Vaillé, mittlerweile Vorbild einer ganzer Schar junger innovativer Winzer aus Frankreichs wildem Süden, ist ein sehr scheuer Mensch, der selten in der Öffentlichkeit auftritt oder in den Medien präsent ist. Um so mehr lässt der „Verrückte”, wie man ihn noch Anfang der 90er Jahre in der Region verspottete, als er in kühlen Höhenlagen inmitten eines unwirtlichen Stein- und Felsenmeeres seine Edelreben anpflanzte, die Qualität seines Weines für sich sprechen, beseelt von der Vision, „DEN Grand Cru des Hérault” zu vinifizieren.
Nach Lehr- und Wanderjahren auf Weltklassedomainen wie Chave, Comtes Lafont , Coche Dury und Trévallon schlug sein 92er Jungfernjahrgang unter Kennern ein wie eine Bombe, sein phänomenaler Rotwein besaß eine bis dato im Languedoc nie gesehene Finesse und Eleganz, kombiniert mit einer großartigen Beerenfrucht und einer subtilen Gewürzaromatik. In den Folgejahren wurden seine Weine immer dichter, konzentrierter, legendärer, verloren aber niemals ihre phantastische Eleganz und Finesse. Parker behauptet, der aufgrund seiner geringen Produktionsmenge „unter Weinliebhabern noch weitgehend unbekannte Laurent Vaillé, ein großer Weinmacher, ist neben Jean-Paux Rosset von Château de la Negly einer der beiden Lokomotiven, Vorbilder und Zugpferde des gesamten Languedoc. Sein Geheimnis: Niedrige Erträge!”
Diesen Elogen ist nichts mehr hinzuzufügen, außer einer Beschreibung des sensationell guten 2000ers, des wohl besten Weines, den das visionäre Genie Vaillé bisher vinifiziert hat und dem Hinweis, dass dieser atemberaubende Wein in seiner eher kühlen, expressiven Stilistik den Gegenpol zu den großen, opulenten Spitzenweinen von Negly bildet. Meine ganz besondere Empfehlung.


352100 Grange des Pères, rouge 2000 49,00 Euro
Tiefdunkles Rubinrot, unmittelbar nach der Öffnung Anklänge an famose Côte Rôtie-Weine, in der Nase ein komplexes Bündel von Cassis- und traumhaft schönen, leicht süßlichen Waldbeerenaromen, dazu zartes Rauchfleisch, Kirschen und feinste Würze. Am Gaumen beeindruckt zunächst ein exzellentes Säuregerüst, das ein immenses Potential verspricht, dazu fasziniert dieser edle Wein mit einer wesentlich finessenreicheren und kühleren Stilistik, die so anders ist als fast alles, was es sonst im Languedoc gibt; er präsentiert sich dicht, konzentriert und dennoch hoch elegant, ausgestattet mit einer hinreißenden Süße.
Unmittelbar nach der Öffnung noch sehr präsente, kompakte, aber geschliffene Tannine, subtile Finesse, hinter einer ganzen Wagenladung voll Frucht offenbart sich bereits heute nach 24 bis 48stündiger Öffnung mehr und mehr die ungemein komplexe Aromenvielfalt, die enorme Frische und das großes Potential.
Ein monumentaler, ja ein emotionaler Jahrhundertwein aus dem großen Jahrgang 2000, gereift in gebrauchten Barriques von Coche Dury aus dem Burgund, von faszinierender Seidigkeit, Dichte und einer solch fabelhaften Struktur, dass man ob so viel Finesse und Ausstrahlung, einer solchen, schon in seiner Jugend sichtbaren Größe und bei Bewertung seines enormen Potentials kaum zu glauben vermag, dass der französische Süden über Jahrzehnte in einem Dornröschenschlaf verfallen war.

Ein geniales Kunstwerk, zweifellos zu den besten Weinen Frankreichs gehörend, ein unkopierbarer Individualist, geprägt von den Aromen spektakulär reifer (aber aufgrund der kühlen Höhenlage in keinster Weise überreifer oder eine marmeladige Stilistik produzierender)Trauben der Edelreben Syrah, Mourvèdre und Cabernet-Sauvignon, von einzigartigem autochthonem Charakter, der ihn unverwechselbar und damit konkurrenzlos werden lässt. Ein legendärer Wein, wie ihn auch ein großer Winzer nur ein- oder zweimal im Leben vinifiziert!
Über 2 bis 3 Tage getrunken vermag dieser Weinriese bereits heute zu faszinieren, auf dem Höhepunkt seiner geschmacklichen Virtuosität wird er sich voraussichtlich zwischen 2005 und 2012 befinden.