Saarlouis, 20. Dezember 2002

Info

Domaine Le Murmurium - Côtes-du-Ventoux

Domaine Le Murmurium brilliert mit sensationeller Spitzencuvée und großartigem Alltagswein

Sie kennen mittlerweile sicherlich alle die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte, die sich hinter der Domaine Murmurium verbirgt, sind deren Rotweine doch seit geraumer Zeit die meistverkauften in unserem Programm.

Jean Marot, ein erfolgreicher Apotheker, hatte 1995 im Alter von 40 Jahren beschlossen, beruflich noch einmal neu anzufangen und sich ab sofort seiner großen Passion, dem Wein, zu widmen. In den südlichen Ausläufern des Mont Ventoux, in dieser so bezaubernd anmutigen Landschaft mit ihrem faszinierenden fahlen Licht, kaufte er, nach dem Besuch von Kursen in Weinbau und Kellertechnik, das kleine Weingut eines alten Winzers, der sich zur Ruhe gesetzt hatte.

Unter den Ausläufern des Mont Ventoux (1912 m hoch) erstreckt sich die Anbaufläche von Süden nach Westen innerhalb des wildromantischen Massifs in einer Höhenlage zwischen 100 und 400 m. Dank des ständig wehenden heftigen Mistrals, der die Entstehung von Krankheiten verhindern hilft und zur Konzentration des Saftes in den Beeren beiträgt und einer hohen jährlichen Sonneneinstrahlung am Ventoux findet man hier ideale Parameter für eine günstige Entwicklung der Reben.

Die relative Höhenlage des Terroirs und die dadurch bedingten großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine längere Vegetationsperiode als im benachbarten Rhônetal und damit für eine noch optimalere Ausreifung der Trauben, für eine perfekte Säurestruktur und eine große Finesse im fertigen Wein.
Dazu kommt ein erstklassiges Terroir mit extrem gepflegten Böden, aber auch der Bewuchs mit alten, gepflegten Rebstöcken schienen Jean Marot sehr geeignet, wirklich außergewöhnliche Weine zu erzeugen.

Mit großem Enthusiasmus („Ich habe nicht mehr das Gefühl, zu arbeiten, sondern lebe endlich meinen Traum”) ging Jean ans Werk, krempelte alles um, begann den Weinanbau auf der Domaine Le Murmurium nach streng biologischen Richtlinien auszurichten, die Ernte der Trauben erfolgt von Hand, und mittlerweile wurden auch moderne Kelleranlagen zur Vinifizierung des Lesegutes errichtet.

Die mitreißende Leidenschaft, die Marots zweites Leben bestimmt, lässt ungemein faszinierende Rotweine entstehen, deren betörender Duft in unnachahmlicher Weise die Seele der provenzalischen Landschaft widerspiegelt!

Jean Marots Gewächse gelten unter Kennern mittlerweile als wahre Kleinode unter den Weinen der südlichen Rhône. Was uns besonders freut: Der ganze Rummel, der mittlerweile um seine Person und seine Weine einsetzte, hat ihm nicht den Kopf verdreht und er beließ die Preise seit zwei Jahren nahezu stabil. Bravo, Jean!


152401 Murmurium-Cascavel, Caravinsérail „in fine”, rouge 2001 6,50 Euro
Jean hat seinem Freund Raphaël Trouiller von der Domaine Cascavel sehr geholfen beim Start in dessen eigenständiges Winzerleben. Jetzt haben sich die beiden Weinbesessenen, deren Domainen nur wenige Kilometer voneinander entfernt am Fuß des Mont Ventoux gelegen sind und die neben ihrer Freundschaft eine ähnliche Philosophie der Weinbereitung verbindet, zusammengetan und ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen.
Zusammen mit ausgewählten Vertragswinzern der Umgebung haben sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, einen erstklassigen Alltagswein mit einem herausragenden Preis-Genussverhältnis zu kreieren, ein Vorhaben, dass ihnen im großartigen Jahrgang 2001 an der südlichen Rhône, dem besten der letzten 25 Jahre, nicht schwer gefallen ist.

Jean und Raphaël haben in den Gemeinden Mazan und Mormoiron bei engagierten Weinbauern die besten Trauben der Sorten Grenache und Syrah ausgewählt, um aus ihnen diesen charaktervollen, harmonischen, preis“werten“ Wein mit der gleichen Sorgfalt zu vinifizieren, die sie ihren eigenen Trauben zukommen lassen.

Beide Dörfer haben ihre Eigenheiten des Mikroklimas und ein differenziertes, hochwertiges Terroir. Die ärmlichen Böden inmitten der Garrigue in der Umgebung von Mazan sind seit langem für ihre herausragenden Grenacheweine mit viel Fülle und einem weichen, runden Geschmack berühmt.
Die Höhenlage von Mormoiron, die dortige Kühle und die Beschaffenheit der Böden begünstigen einen sehr expressiven Syrahcharakter mit feinen Tanninen. Die fertige Cuvée vereinbart schmeckbar die Vorzüge beider Terroirs.

Der Wein ist von einer satten, tiefroten Farbe, wirkt bei aller Dichte dennoch sehr elegant und fasziniert durch seine animierende Würze und Reife und eine feinbeerige Frucht; er ist vollmundig im Geschmack und verweilt lange auf der Zunge. Gerade abgefüllt braucht er noch etwa zwei bis drei Monate Flaschenreife, um sich noch abzurunden. In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein absoluter Preis-Leistungshammer aus einem wirklichen Jahrhundertjahrgang.



152301 Murmurium, „Opera”, rouge 2001 18,00 Euro
Die heiß begehrte bisherige Spitzencuvée von Murmurium, „Carpe Diem“, war aufgrund ihrer sensationellen Qualität im großartigen Jahrgang 2001 binnen Wochen ausverkauft, obwohl uns Jean Marot sein größtes Exportkontingent zur Verfügung stellt, waren wir doch sein erster deutscher Importeur, lange bevor ihn die Fachpresse enthusiastisch feierte (So zählte der FEINSCHMECKER den Carpe Diem zu den 100 besten Weinen der Welt!). Doch im Superjahrgang 2001 hat Jean in kleinen Mengen (ganze 6 Barriques) einen Wein in bisher noch nicht erlebter Qualität am Mont Ventoux vinifiziert, der einem Vergleich mit wesentlich teureren Prestigecuvées der südlichen Rhône spielend standhält. Dabei ist diese faszinierend elegante Cuvée (90% alte barriqueausgebaute Grenache, 10% Syrah) von Trauben aus biologischem Anbau kein vordergründiger Blender oder ein marmeladiges Konzentrationsmonster, stattdessen kommt sie bei aller Dichte wohltuend zurückhaltend daher wie ein „Grandseigneur“, voller Würde und Anmut, fein strukturiert, finessenreich, ein großes Gewächs ohne Show-Effekte, das aufgrund seiner weichen Tanninstruktur schon heute großes Trinkvergnügen bereitet, aber auch über ein großes Entwicklungs- und Lagerpotential von mindestens 10-12 Jahren verfügt.

In der Nase faszinierende Aromen von Cassis, Wildbeeren, Pflaumen, edlen Gewürzen, frisch gemahlenem Pfeffer und schwarzen Kirschen. Im Mund noch ein wenig verschlossen, dabei konzentriert, dicht und finessenreich, die seidenen, von einer leicht süßlichen Frucht umhüllten Tannine gleiten gar zärtlich die Zunge hinunter, nach längerer Öffnung zeigen sich dann zarte Anklänge an Flieder, Veilchen, Blaubeeren und exotische Hölzer.